Die Pilgerheeee in Kleinasien. ,6»
ligkeit den Fürsten sandten, führten boshaft das Heer in die 2 .§l,r.
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Irre, und der tückische verratherische Statthalter von Lao-bicca ließ sogar die Schar des tapfer» deutschen GrafenBernhard zu einem Hinterhalt der Türken leiten, und thcilte,nachdem die meisten dieser Wallbrüder jämmerlich erschlagenworden, mit den Heiden die Beute Durch solche bos-hafte Tücke der Griechen wurde dieses treffliche Heer größttentheils vernichtet und nur ein geringer Theil erreichte dieGränze von Syrien.
Noch viel schrecklicher war aber das Schicksal des Hee-res, welches unter dem Könige Conrad selbst gen Jconiumzog. Nicht nur solche Tücke, wodurch über das Heer desBischoffs Otto so viel Ungemach kam, wurde gegen diesesHeer geübt, sondern noch viel schlimmere und boshaftere.Zuerst riethen die Führer, welche der Kaiser Manuel selbstdem Könige Manuel sandte'°), den deutschen Pilgcrfürsten,für sich und ihre Scharen nur auf acht Tage Speise mit sichzu nehmen, vergebend, daß sic nicht mehr Zeit bedürften,um Jconium zu erreiche»; dann führten sie auf Irrwegendas Heer nicht durch das fruchtbare und bequemere Landvon Lycaonien, sondern in die Wüsten und Gebirge von
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IO) Tinnamus nennt (S. 48.)als den zu diesem schändlichen Ge-schäft und zu einer besonder» Unter-handlung von dem Kaiser ManuelErkohrnen, den Moluthus (d. i.Hauptmann der Waräger) Stepha-nus. Wenn aber jene andre Unter-handlung nichts anders betroffen hät-te, als entweder ein Bündnis bevdec
Monarchen gegen alle und jede Fein-de des Einen oder Andern, oder ein.besonderes Bündnis wider die Tür-ken , wie Cinnainuü behauptet, sowäre eS nicht ganz begreiflich, war-um dieser Antrag so schlechte Auf-nahme fand. Glaublicher möchte eSdaher seyn, daß der Antrag nichtsehr verschieden war von demjenigen,welcher von dem Kaiser dem KönigeLudwig gemacht wurde. S. das vo-rige Kapitel am Ende.
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IU. Band.