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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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lür Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. VII.

2-^br. Cappadocicn. Als durch drcytägigcn Hunger ermüdet diearmen Pilger in einem engen, von hohen Bergen und steilenFelsen eingcschlossenen Thale sich gelagert hatten, und dieheidnischen Scharen in der Nahe waren, welchen der ver-»ätherische und betrügerische Kaiser Manuel selbst von demAnzuge der Christen Nachricht gegeben da entwichen sieplötzlich in der Nacht und gingen über zu den Türken.

Unter den Pilgern entstand große Bekümmerniß, alsdie Entweichung der griechischen Führer kund wurde, wie-wohl sie noch nichts von der Nähe der Feinde wußten; dennerst die Hälfte des Weges nach Iconium war zurückgclegtund die gefahrvollere Hälfte stand ihnen noch bevor. DieFürsten hielten sogleich einen Rath, aber noch war kein Be-schluß gefaßt worden, als das Geschrey entstand, daß aufallen Bergen türkische Scharen gesehen würden. Da merk-ten die Wallbrüder den schändlichen Verrath, welcher von

LS.Oct. den Griechen an ihnen geübt worden. Es war der Tag, anwelchem die Deutschen verrathen wurden, derselbe Tag, anwelchem der Kaiser Manuel in seiner letzten Unterredung mirdem Könige von Frankreich so friedfertige Gesinnung für dieWallfahrer und so vieles Wohlgefallen an ihrem heiligen Werkegeheuchelt hatte, und die große Sonnenfinsterniß, welche inder Mittagsstunde dieses Tages sich ereignete, deuteten dieWallfahrer auf diesen treulosen Verrath, als habe Gott imZorn über die boshaften Tücken der Griechen das Sonnen-licht zur Hälfte den Menschen entzogen Es geschah

n)Dasselbe (wie die Grieche» )rhalcn auch die Türke» wider dieDeutsche», indem Manuel sie durchBriefe antricb und aufregte zumKampfe." Nicetaö a. a. S.

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