146 Geschichte der Krenzzüge. Buchlll. Kap. VI.
2^r. welche schon auf dem Wege nach Conffantinopel mit so vielerHeftigkeit und Erbitterung für den Krieg wider die Griechengeredet hatten, brachten auch im Lager vor Constantinopelimmer wieder die allen Pilgern wohlbekannte Rede des hoch-berühmten Pilgcrfürsten Boemund in Anregung, daß fürdie Beschirmer des Kreuzes und heiligen Grabes kein Heilscy, so lange nicht katholische Christen in Byzanz und Grie-chenland herrschten, und daß durch die Eroberung von Con-stantiuopcl das ganze Kaiserrhum erobert scy; denn sobaldbas Haupt in ihrer Gewalt scy, so würden die übrigenGlieder ihnen von selbst zufallcn ^°). Besonders eifrig be-mühte sich der Bischoff Gottfried von Langres, die Pilgervon der Nützlichkeit, Nochwcndigkcit und Rechtmaßigkeitder Eroberung von Constantinopel zu überzeugen. Um alleZweifel und Bedenklichkeiten zu zerstreuen, schilderte er mitdonnernden Worten die Verworfenheit des griechischen Volks,und mit frommem Ingrimm die gotteslästerliche Ketzerei) dergriechischen Aftcrkirche, welche fälschlich eine christliche heiße,ohne cs zu seyn; er erinnerte an die Treulosigkeit, welchedie ersten Jerusalemfahrcr sowohl als alle nachfolgenden vondiesem heuchlerischen Volke erfahren, und unterstützte seinewahrscheinliche Vermuthung, daß es ihrem Heere nicht bes-ser ergehen werde, mit nicht sehr bestreitbaren Gründen; ergedachte mit Unwillen und Zorn des Kriegs, welchen derKaiser Kalojohannes wider das Fürstcnthum Antiochien ohne
7s) ,,lLte veio nuno regnat,Iiaeres HULeslns et erimirris, siourzirrL eeelesianrin sidi rennet et alia.
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lasn Odo von Deuil den Bischoffvon Langes reden.