Die Pilgerheere im griechischen Kaiscrthum. 14;
Pilgerhccre aus der Nahe von Byzanz entfernt hatten. Nicht 2. eMnur wurden die Lebensmittel kärger geliefert, um den Fran-zosen den Aufenthalt bey Cvnstanrinopel beschwerlich zu ma-chen, sondern, um auch ihren Ehrgeiz und ihre Eifersuchtgegen den Kricgsruhm der Deutschen aufzuregen, wurdenzu gleicher Zeit falsche Nachrichten verbreitet von einem glan-zenden Siege der Deutschen über die Türken in einer bluti-gen Schlacht, in welcher vierzehn tausend Türken erschlagenseyn sollten, und wie die reiche Stadt Jconium von denHeiden verlassen und von den Deutschen ohne Schwcrtschlageingenommen und geplündert, auch der Kaiser schon vondem deutschen Könige eingcladen worben, mehrere von ihmin Asien eroberte Stabte in Besitz zu nehmen. Diese Ge-rüchte, so unwahrscheinlich sie waren, blieben nicht ohnedie von den Griechen beabsichtigte Wirkung. Die französi-schen Wallfahrer, einige gequält von Neid über den Ruhmder Deutschen, andere gepeinigt von der Besorgniß, daßihnen kaum eine geringe Nachlese der Beute übrig gelassenwerden möchte, murrten über den langen Aufenthalt des ^Königs bey Constantinopel, und verlangten zuletzt so hastigund ungestüm von ihren Fürsten die Ueberfahrt nach Asien,daß, ehe die erwarteten Pilger ankamen, der König Ludwigund seine Fürsten, der Hitze ihres Volkes nachgebend, basHeer eiligst über den Hellcspont führten, schon am sechs-so. Oct°zehnten Tage nach ihrer Ankunft vor Byzanz. Schiffe wur-den von dem Kaiser Manuel, auf das erste Ansuchen desKönigs, unverzüglich; und in Menge zur Ueberfahrt gelie-fert ^).
Die Griechen hatten Ursache sich zu freuen, baß ihnensolches gelungen. Denn dieselbigen französischen Herren,
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