Die Pilgerheere im griechischen Kaisertum. 141
gencn Deinen Am meisten Eine Frau zeichnete sich ausdurch ihr männliches und kräftiges Ansehen/ und die Prachtihres Anzugs und Schmucks/ besonders den reichgesiicktcnSaum ihres Kleides/ so daß die Griechen sie wegen diesesEoldsaumes die Goldfüßige nannten/ und wegen ihresmännlichen Wesens mit der berühmten AmazvnenkbniginPenthesilea verglichen
So unfreundlich der Kaiser Manuel den König Conradwährend seines Aufenthaltes bey Constantiuopcl behandelt/so eifrig war er bemüht/ dem französischen Könige alle Ehreund Freundschaft zu erweisen/ damit die ganze Christenheiterkennen möchte/ daß die Kränkungen/ über welche die deut-schen Waltfahrer und ihr König klagten/ nur die Folge ihrerWildheit und Ausgelassenheit gewesen. Die Geistlichkeitund der Adel der Hauptstadt zogen dem französischen Königeentgegen/ luden ihn zur Unterredung mit dem Kaiser in dieHofburg und führten ihn mit großen Ehren in die Stadt;der König Ludwig war dagegen gefällig genug/ nur wenigeBegleiter mir sich zu nehmen/ um der Acngstlichkcit der Grie-chen zu schonen ^). Am Thore der Hofburg empfing derKaiser selbst den König/ umarmte ihn freundlich und ver-traulich und führte ihn in das kaiserliche Gemach/ wo beydeMonarchen/ zwar an Alter sich fast gleich ^)/ aber sehrverschieden in Sprache/ Sitten und Kleidung/ durch Doll-
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2- Ehr.1147.