Die Pilgcrheere im griechischen Kaiserthum, izg
führen möge, er ließ aber nicht weiter in ihn dringen, als 2-^hr.der König mit Festigkeit erklärte, keinen andern Weg neh-men zu wollen, als den, auf welchem alle französische Wall-fahrer bisher durch das Kaiscrthum gezogen Die Grie-chen ahneten nicht, wie gefährliche Absichten gegen ihr Reichviele französische Herren unter dem äußern Schein der Mäßi-gung und Artigkeit verbargen und wie feindselige Derarbungin dem Kriegsrathe des Königs Ludwig, als das französischeHeer nur noch Eine Tagereise von Constaiirinopel entferntwar, gepflogen wurde. Denn als die von dem Könige vor-ausgeschicklen Botschafter dem Heere cntgcgenkamcu undberichteten, was der bey Constautinopel mir Einwilligungdes Kaisers der Ankunft ihres Königs harrenden französi-schen Pilgcrschar von den Griechen begegnet, da riechenviele Barone, solche wider ihre Brüder verübte Ruchlosigkeitznm Vorwände für einen offenen Krieg wider die Griechenzu nehmen, sogleich umzukehrcn, das reiche Land, so siedurchzogen, mit seinen Städten und Burgen zu erobern,mit dem Könige Roger von Sicilien ein Bündniß zu schlie-ßen, und dann im nächsten Frühling Constautinopel von derLandseite zu bekennen, während eine sicilifche Flotte dieStadt zur See bedrängte. Mit so vieler Wärme und Be-redsamkeit sie diesen Rath empfahlen, und so einleuchtendes den meisten Pilgcrfürstcn des französischen Heers schien,daß die heiligen Heerfahrten der lateinischen Christen widerdie Heiden in Asien nimmer gelingen könnten, so lange dieGriechen in Byzanz herrschten, deren heimtückische boshafte
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