Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
121
Einzelbild herunterladen
 

Die Pilger-Heere im griechischen Kaiserthum, irr

Das deutsche Heer machte bcy den Griechen keinen son- J^Chr.derlichcn Eindruck; sie bewunderten zwar die Leibesgrößeund stattliche Rüstung des Kriegsvolks, aber die schön undstark gepanzerten Ritter und ihre gewaltigen Schlachtrossekamen ihnen auch sehr unbeholfen, schwerfällig und unge-lenk vor, und am meisten war ihnen auffallend, daß aufdem Marsche das Heer cntschart war, so daß sie schon des-halb das deutsche Heer für leicht überwindlich achteteneinem griechischen, welches niemals anders als in ge-schlossenen Scharen zog Darum baten Basilius undProsuch aus ihrem Lager bcy Longi ,00 sie den Zugdes deutschen Heers zwischen Adrianopcl und Constaittinopelbeobachteten, inständig den Kaiser, daß ihnen gestartetwerden möchte, mit den Deutschen zu schlagen, in derfesten Ueberzeugung, daß sie durch ihre Kriegskunst überdies unordentliche Heer leichten Sieg gewinnen würden.

Der Kaiser Manuel fand cs jedoch nicht für gut, ihr Ge-such zu gewähren

21)Sie (nämlich die Heerführerder römischen Truppen) sichen, daßDie Körper der Deutschen übermäßiggroß und ihre Rüstungen trefflichwaren. Als sie aber bemerkten, daßihre Netteren wenig beweglich warlriss runDi- aöauig

lind es auf ilircm Zuge an Ordnungund Zusammenhalten mangelte, soglaubten sie, daß dieses Heer leichtvon den Römern überwunden wer-den könne, weil diese auf verständigeWeise sich in geschlossenen Scharenzusammenhielten (ai)i- tTt/ciid-,<rr',« 7 i^.tnl>tikstor?)." Linriain.S. 41.

22) , Liniurm. S. 41, ein

Ort nicht weit von Byzanz auf demWege nach Adrianopel (Li im am.S. 117).

az) Cinnamus behauptet, der Kai-ser habe die Schlacht bloß aus Rück-sicht auf die heilige Unternehmungder Pilger noch untersagt und erstmehr Ausschweifungen abwanen wol-len. sO öe ran- , 0 «(i/ 5 u^c-n tu tv-erHÜs/i,,«« x. i. ?..)Die Furcht vor der Rache der nach-rückenden Franzosen wirkte doch wohlnoch stärker.