nr Geschichte der Kreuzzüge. Buch IH. Kap. VI.
I. Cvr. Wir kennen am genauesten die Verhandlungen, welchevon dem griechischen Botschafter mit dem Könige Ludwigund den französischen Baronen über jene Bedingungen ge-pflogen wurden; denn auch davon hat der verständige MönchOdo von St. Denys ausführlich berichtet. Die erste dervon dem Kaiser geforderten Verheißungen zu leisten, wa-ren die französischen Pilgerfürsten nicht ungewillet, abersie wollten unter keiner Bedingung sich verbindlich machen,für den Nutzen der feigen Griechen Gut und Blut zu opfern,ungeachtet die griechischen Botschafter, nachdem mehrereTage lebhaft unterhandelt worden, erklärten, der KaiserManuel werde solche Weigerung als Beweis feindseligerGesinnungen betrachten, alle unbefestigten und offenen Plätzeauf ihrem Wege niederrcißen und die zu ihrer Versorgunggesammelten Vorräthe zerstören lassen, welche hernach nichtwieder sich ersetzen ließen, wenn auch der Kaiser selbst csgern wollte. Zuletzt begnügten sich die Botschafter mit derZusicherung, so wie die französischen Fürsten sie geben woll-ten, und behielten die Verhandlung über die zweyte Bedin-gung der persönlichen Unterredung des Kaisers Manuelmit dem Könige Ludwig vor. Hierauf eilte der Eine derbeyden Botschafter nach Constantinopcl zurück, um schnellenBericht von ihrer Sendung zu bringen, mit dem andernzogen, nach dem Wunsche des Kaisers, französische Bot-schafter dem Heere voran nach der Hauptstadt, wozu derBischofs Aloysius von Arras, der königliche Canzler Bartho-lomäus, Herr Erchembald von Bourbon und einige andrevornehme Herren erkohren wurden. Der Bischofs Aloysius
und Grafen." Cinnamus scheint wig und Conrad zugleich umcrhan-zu meinen, daß zu Negcnvburg von delk worden sey.den griechischen Gesandten mit Lud-