Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

Der Auszug der Pilgcrheere. io;

scheu Pilgern erst kürzlich erbeuten Brücken über die Skrö- 2^l,r.me ^), der Gränze non Ungarn.

Mit großer Sehnsucht hatte der ungarische Prinz Boris,der Sohn des Königs Kalmany, die Ankunft dieser Pilger-heere erwartet, nm mit ihrer Hülfe seinen Vetter Geisa,welchen die Wahl der Ungarn zum Könige erhoben hatte,wieder von dem Throne zu stoßen "), welcher ihm schonnach seines Bruders Stephan Tode, und dann wiederum,als Dela der Andere, der Vater des Geisa, gestorben,wider Gebühr, wie er meinte, vorcnthalten worden. Dar-um sandte Boris, ehe sich die Pilgcrheere erhoben, Gesandteund Geschenke sowohl an den König Conrad als den KönigLudwig, und legte ihnen die Gerechtigkeit seiner Ansprüchedar, aber seine Hoffnung ward betrogen. Bcyde sagtenihm zwar Bcystand zu, und Boris ließ sich dadurch ver-leiten, von Byzanz, wo er, vermählt mit einer Verwandtindes Kaisers, in Ruhe und Frieden lebte, nach Ungarn sichz» begeben; als sie aber nach Ungarn kamen, hatten sie nichtLust, die Waffen, welche sie gegen die Türken und Sara-ccnen zu führen gelobt hatten, gegen das ungarische Heer,welches ihnen beständig zur Seite zog, zu kehren, sondernließen sich, ihrem Versprechen untreu, lieber die freundlicheAufnahme und Dewirthung gefallen, welche der KönigGeisa ihnen überall bereitet hatte, und der König Conrad

87)Iloc taivcil Iiorlro (ttcgi)evmnln , r,rroi1 iu.6 (tmjic-r.üor)

1'cnNes invenit." 00o 0 e OioS. 2Z.

38) Ausführliche Nachrichten überdie früher» Schickfale des BoriS gibtOttw ron Frcysingen LNroir. I.U>.VN. c. 21 .