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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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I. §kr.» 47 -

ioo Geschichte der Kreuzzüge. Buch 1H. Kap. V.

Schon während dieses Aufenthalts des Heeres beyWorms wurde die Thcurung der Lebensmittel, im fremdenLande, wegen des unermeßlichen Bedürfnisses eines so ge-waltigen Heeres so drückend, daß die Grafen von Maurienneund Auvergne, der Markgraf von Montfcrrat und mehrereandre Pilgerfürsten beschlossen, mit ihren Scharen von demHeere des Königes sich zu trennen, und auf demselben Wegeüber die Alpen und durch Italien, auf welchem schon vielevon ihnen nach Frankreich gekommen waren, nach Zllyrienund von dort nach Constantinopcl zu ziehen

Wie war cs aber möglich, in dem Heere, welches un-geachtet dieser Verminderung noch immer unermeßlich blieb,Zucht und Ordnung zu erhalten ? Wie viele Pilger, undselbst wie viele Ritter mochten in diesem Heere im Standescyn, sich selbst zu ernähren und zu erhalten; wie schwer selbstden Fürsten es werden, diejenigen, welche sie in ihren Soldgenommen, auf einer so weiten Heerfahrt zu versorgen!Bey den damals so schwierigen Verbindungen der Städteund Länder, selbst in Deutschland, mußten die Lebensmittel,welche da, wo nicht die nächste Nachbarschaft das Heer er-nähren konnte, aus entferntem Städten und Landschaftenherbcygeführt wurden, ungemein kostbar seyn. Was bliebdem armen Wallbruder, wenn ihn die Noch drängte unddie Mildthätigkeit reicherer Pilger nicht unterstützte, übrig,als zu rauben, was er nicht im Stande war zu kaufen?Auch folgte diesem Heer ein unmäßiges Fuhrwesen, wodurchdie Wege und Straßen ost versperrt und überhaupt derZug des Heers so sehr erschwert wurde, daß nur sehr kleine

ZI) Oäo Ne Oio§. u. a> S. Und H. IV. S. 44-