yr Geschichte der Kreuzzügc. Buch Hl. Kap. V.
I. Ck-r. machen, und nicht eher als Key Constantinopel sollten diebeyden Heere sich vereinigen, damit es nicht auf dem Wegedurch Ungarn, Bulgarien und überhaupt die europäischenLander des griechischen Reichs an Speise gebreche, undauch die Gelegenheit zu Streitigkeiten zwischen den Wall-brüdern der verschiedenen Völker wenigstens so lange ent-fernt werde, als noch nicht der Kampf mit den Heiden unddie Nochwendigkeit des gegenseitigen Beystandes wider diegemeinschaftlichen Feinde Eintracht und Frieden geböten ^).
Auszug Als die milde und erweckende Zeit des Frühlings sichnäherte, versammelten sich also zuerst die deutschen Wall-
unMai. brüdcr, welche zu Lande mit dem Könige Conrad zu fahrensich nicht schcueten, und zogen in fröhlichen und muthigenScharen nach Regensburg, wo sie des Königs wartensollten. Conrad, nachdem er zu Bamberg das Osterfest imGlanze des Hofes, nach alter Weise der deutschen Könige,
Avril begangen, hatte am Tage des heiligen Georg die angesehen-sten Fürsten des Reichs gen Nürnberg zu einem Hoftage inweiser Fürsicht geboten, um mit ihnen noch einmal die Ver-waltung des Reichs und die Sicherung des Landfriedens,während seiner Abwesenheit, zu bereden, damit nicht derkaum beruhigte Ungestüm der Welfen aufs Neue ausbrä-che denn nur mit Mühe hatte auf dem letzten Reichs-tage, welchen Conrad im Winker zu Frankfurt gehalten,Herzog Heinrich der Löwe sich bereden lassen, seine Ansprücheauf das Herzogthum Baiern bis zur Rückkehr des Königsvon der Gottcsfahrt ruhen zu lassen. Nachdem er zu Nürn-berg die Reichsregierung seinem Sohn Heinrich, welchen
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