71
Der heil. Bernhard in Deutschland.
verstockten Sinnes anrufen, und die Ruchlosesten des Adelsin Frcyburg nahmen alsbald das Kreuz "*). Ein verstock-ter und gottloser Knappe des jugendlichen Ritters Heinrichdaselbst, in dessen Hause Bernhard seine Herberge genom-men, wurde durch ein Wunder bekehrt "). Dieser Knappeweigerte sich nicht nur, selbst mit dem Kreuz sich zu bezeich-nen, sondern schmähte auch seinem Herrn, welcher demDienste des Heilandes sich geweiht, als er ihn außerhalbder Stadt neben dem heiligen Bernhard reiten sah, mitruchlosen Worten "). In demselben Augenblicke wurde einelahme Frau herbeygeführt, welche der Ritter Heinrich so-gleich auf sein Roß nahm, um sie zu Bernhard zu bringen,damit er sie heile. Nun schmähte der ruchlose Knappe nochheftiger seinem Herrn, daß er mit solchem Zauberer, Döse-wicht und Mcnschcnverführer, als jener alte Pfaffe scy,Gemeinschaft habe. Da wandte sich der Ritter Heinrich zuihm lind erbot sich, das Roß, worauf er ritt, ihm zu schen-ken, wenn nicht jener lahmen Frau alsbald durch den Segendes frommen, Abtes die Kraft zu gehen wiedergegeben würde.Hohnlächclnd freute sich schon der Knappe des Rosses, alsdas Wunder vor seinen Augen geschah. Dies erfüllte ihnmit solchem Schrecken, daß er wie todt zu Boden stürzte.Der Ritter Heinrich meldete, was geschehen, dem AbteBernhard, welcher erwiederte: „Das verhüte Gott,
rin) », illnü omisistrs, ruftder Bischoss Hermann den GenossenAU , tzuoä xri:n.a clle in L'riernknrx1 >ro 6iviti1)ns jussit Keri orationem,nd rnrlcrrer Dev5 velrrinen. äe oor»üilE i;>sorirm, , -prruxeridns
rdoecr1enriI)ki.s, ix8i crneein suscipe-re otinctarentur: dUc^ie cuim orio-ra l'nic oratio: §eä, nr seitis, cli-
tissim! HniHno, etianr 7 )e 5 iiiiui viciiUäns LiZiiari snnr. " x. irg 2 .
12) ^xor< 1 . magn. 1222,
iz) Gebt nur, sprach er, folgt di^sem Teufel nach, und der Leuselselbst hole euch. („Ire moäo er cUa-IioUkm illum ?ekzrnmini, et ii'xe V05üialrolns 2x^re!ieuäat.'" 11-rch