64 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. III.
J.Chr. ae Iabre nach der Eroberung von Jerusalem unter dem Her-zog Welf und andern edlen Fürsten zur Beschirmung des heiligenGrabes ausgczogcn war, zu tief dem Gedächtniß cingeprägt,als daß seit jener Zeit deutsche Wallbrüder in großer Zahlsich hätten finden mögen, welche solcher Gefahr sich aus-setzten. Damals aber ergriff der Eifer für das heilige Grabeinen großen Thcil des deutschen Volks; jedoch der KönigConrad und die edelsten Fürsten der Deutschen waren die-sem Eifer des Volkes nicht gewogen. So war die Stim-mung in Deutschland, als der heilige Bernhard über Wormsnach Maynz kam, um dem Iudenmorde zu steuern, den Kö-nig Conrad zur Kreuzfahrt zu ermahnen, und den Eifer desdeutschen Volks für die Beschirmung des heiligen Landes zustarken und zu befestigen.
Der Mönch Radulph, welchen Bernhard noch zu Maynza' traf, war sehr bald zum Gehorsam gebracht. Ohne aufdas Murren des Volks zu achten, strafte ihn Bernhard mitharter Rede und wies ihn in sein Kloster zurück H. DasVolk war in den deutschen Städten, wo er auf dieser Reisedas Kreuz predigte, wie zu Worms,""), voll Eifer und Be-geisterung, und unzählige nahmen aus seinen Händen dasZeichen des heiligen Waffendienstes. Aber den König Con-rad fand er zu Frankfurt am Main nicht so folgsam gegenseine Ermahnung, in dieser Zeit der göttlichen Gnade für
2 ) Ick. I. c. o. 5g. Das Volk hättefast einen Aufstand erregt; nur dieAchtung für Li- Helligkeit- Dern-hard'S unterdrückte die Unzufrieden-heit: xoxrrio grrvircr inäignanre,er, nisi Igsirrs s-rneritaris consicke-ratione revooLrerrrr, eriam seäi-tionem movere volenre. Auch I 0-
sepl, den Meir spricht mit Ach-
tung und Dankbarkeit von Bernhard,alS dem Netter der deutschen Judenvom gänzlichen Untergang. S. Bev<läge I.
2») rraiisierae xer Wormatism.. . er sermone Imchiro innnmerahj.lem iiri signsverar xopninm sign»,crrlo miliriae Lirrisrianae. Do mi-r>c. S. Lern, x, riz».