6: Gesch. d. Krcuzz. B. III. K. II. Die Krcnzpreb.
Als der Mönch in seinem Frevel fortfuhr und sich immermehr verstockte, da entschloß sich Bernhard, trotz derSchwache seines Körpers, in der rauhen Jahreszeit desSpätherbstes, zu einer Reise nach Deutschland, in Beglei-tung zweyer Klosterbrüder von Clairvaux , „m persönlichdem Judenmord zu steuern; zugleich auch, um den KönigConrad, welcher damals in der königlichen Pfalz zu Frank-furt am Main sich aufhiclt, und andre angesehene deutscheFürsten zu ermahnen, Führer deS Volkes zu werden, welchesin Deutschland das Kreuz genommen hatte *°). Was konnteherrlicher und erhebender, was wichtiger für das Gelingender heiligen Unternehmung seyn, als ein Bündniß der Köni-ge von Westfranken und Ostfranken und ihrer Völker zumKampfe für den Heiland! Bernhard erwartete nicht, daß erin Deutschland einen glanzender» Wirkungskreis für seinefromme Beredsamkeit und seine Wunder finden würde,als selbst in Frankreich.
49) Gerhard und Gaufried.
Ac>) Orrs I'ris. 1. e. cax. Zg.