Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Die Krcuzpkcdigteil in Frankreich. ;;

Manuel mit, in welchem er um Beförderung des heiligen, I. Ci>r,callen Christen erfreulichen Unternehmens, zu welchem Gottdurch ihn die Herzen des Königs von Frankreich und vielerfranzösischer Herren und Ritter und einer unzähligen Mengedes Volkes gelenkt, und um freundliche und brüderliche Auf,nähme der Streiter Christi, welche durch das griechischeReich ziehen würden, bat, und zugleich den Kaiser ersuchte,den jungen Grafen, welcher sich dem glorreichen Dienste fürdas heilige Grab geweihet, das Rittcrschwert anzulegen,indem dieser es am liebsten aus den Händen des Kaisers zuempfangen wünsche ^°).

Während dieses geschah, durchreiste Bernhard fast ganzFrankreich, um das angcfangene Werk zu vollenden, undpredigte das Kreuz. Wohin er nicht selbst kam, dahin ka,men Briefe voll Worte der kräftigsten. Ermahnung und auftmunterndsten Verheißungen, entweder von ihm selbst oder

40) Lx. q:?. Auch in Bvzanzkonnte die empfindsame Beredsam-keit Bernhard's nicht mißfallen;denn sie stimmte sehr mit dem dor-tigen Geschmack zusammen.DieErde, schrieb er, erbebt und erzit-tert, weil der König des Himmelssein Land verloren bat, das Land,wo seine Fiche gestanden. Denn eSist nahe daran, das« die Feinde desHerrn in seine Stadt cinbrechcn undauch in jenes glorreiche Grab, wodie jungfräuliche Blüthe der Mariamit Leintüchern und Wohlgcrüchenniedergelcgt und wo die erste undgrösite Blume auf unsrer Erde wie-Lererstanden ist," u. s. w. Sehr klugwar das Gesuch um die Nitterwürdefür den Grafen Heinrich hinzuge-trigt, und cs läßt sich auch in den

Worten Bernhard's die Absicht nichtverkennen, in welcher cs von ihmhinzugefügt wurde:Wiewohl durchkein Verdienst von meiner Seite be-rechtigt, wage ich doch den Ucber-bringer dieses, einen Jüngling vonangesehenem Adel, zu dem ThroneEurer Herrlichkeit zu senden, damitihr ihm die Weihe ider Ritterschaftertheile» und das Schwert wider dieFeinde Christi, welche wider ihnihr Haupt erhoben, anlegen möget.Dem Jünglinge standen zwar glän-zende Fürstenhöfe offen, aber ausHähern Rücksichten sende ich ihn zuder vorzüglichen Herrlichkeit EuresReichs, damit er alle Tage seinesLebens gedenken möge, von wem erden Orden der Ritterschaft empfan-gen."