z 6 Geschichte der Kreuz; üge. B u ch III. Kap. II.
^tnen vertrauten Klosterbrüdern geschrieben. Er beschworin diesen Briefen alle waffenfähige christliche Männer, diearmen christlichen Brüder im Morgenland« ihrer Trübsalund Angst und den Ketten und Banden der Heiden nicht lan-ger preis zu geben. Er legte ihnen ans Herz, wie unwür-dig es sey, das Land dem Frevel der Ungläubigen zu über-lassen , welches mit dem Blute des unbefleckten Lammeö ge-färbt und geweiht worden und die Werkstätte unsrer Erlö-sung sey, wo so mancher Sünder nach reuigem Bekenntniß> die Vergebung seiner Sünden erlangt habe, seitdem darausdie Gräuel der Heiden durch das Schwert der Väter aus-getrieben worden. Er erinnerte die Christen an die uner-gründliche Tiefe der Gnade Gottes, indem der allmächtigeGott, wiewohl er durch Ein Wort sein heiliges Land be-freyen oder mehr als zwölf Legionen Engel aussenden könne,Doch lieber aus Barmherzigkeit in der Noch seines VolkesDen Sündern ein Mittel des Heils darbiete, und Todschläsger, Räuber, Ehebrecher, Meineidige und andre Sünder,gleichsam als wären sie ein frommes und gerechtes Volk, zuseinem Dienste einlade. Er ermahnte alle, wes Standessie scyn möchten, das Heil ihrer Seele, welches die göttli-che Gnade ihnen jetzt darbiete, nicht von sich zu stoßen.Hier sey für den betriebsamen Kaufmann, oder wer sonstnach irdischen Gütern trachte, der Markt, auf welchem nichtLlos irdischer, sondern unvergänglicher Gewinn zu machensey; der Einkaufpreis sey niedrig und der Ertrag nichts ge-ringeres als das Himmelreich. Vornehmlich ermahnte er dieRitter, von den thörichten Kampfspielen abzulassen, welcheVerderben über Leib und Seele brachten und nicht den Ruhmder Tapferkeit, sondern die Schmach der Thorheit gewähr-ten, und dagegen diese Gelegenheit zu einem herrlichen Kampfe