43 Geschichte der K r c u z z ü g c. Buch III. Kap. II-
Auch Bernhard selbst wurde durch seinen gebildetenVerstand gegen schwärmerische Ucbcrschätzung der Verdienst-lichkeit der Wallfahrten bewahrt. Das himmlische Jerusa-lem, wozu der rechtschaffne und fromme Mönch in seinerCelle durch die treue Erfüllung der Pflichten seines Gelübdesgelange, dünkte ihn herrlicher, als das irdische, wohinjeder mit den Füßen zu kommen vermöge Er erinnerteoftmals die Priester und Mönche daran, daß die fleißigeund stille Abwartuug ihres Berufes Gott wohlgefälliger scy,als das Hcrumirrcn auf Wallfahrten, und mehrere, welcheauf ihrer Pilgerreise zu Clairvaux einkehrten, bewog er durchernste Strafpredigten zur Rückkehr zu ihren Kirchen oder in2,^ ihre Klöster. Für den Stiftsherrn Peter aus Lincoln inEngland, welcher als Wallüruder nach Clairvaux kam, undergriffen von dem gottseligen Leben der Klosterbrüder, unterihnen zu bleiben wünschte, trug er kein Bedenken um die Ent-bindung von dem Gelübde der Wallfahrt Key seinem Bi-schoffe nachznsuchen. Euer Philipp (schrieb er a» den Bi-schofs Alexander), welcher nach Jerusalem pilgern wollte, hateinen Richtweg gefunden, wodurch, er schnell an sein Fielgelangt ist. In kurzer Zeit hat er das große und weite Meerübcrschiffk und nach glücklicher Fahrt die ersehnte Küste undden Hafen des Heils erreicht. Schon stehen seine Füße inden Vorhöfen von Jerusalem, nicht dem irdischen, welchesdem Arabischen Sinai nahe liegt und mit seinen Kindern inDienstbarkeit ist, sondern jenem frcyen in der Höhe. Ich
non peMviLS nrollslseenäo, sest ot-/ooliUrrs xrolloicnäo." So schriebder -eil. Bernhard in einem Briefs(Lx. Zgg.), in welchem er einem
Abt (Lelbcrt vom Kloster St. Mi-chael in der Einöde von Taraöeon,'rcrsscia) Vorwürfe macht, weaender einem Mönche seines Klostersertbeiltcn Erlanbniß znr Wallfahrtnach dem heiligen Grabe.