24 Geschichte der Kreuzzügc. Blich HI. Kap. I.
setzte er sich den Anmaßungen des BischoffS Gerhard vonAngoulcme, welcher als Legat des Gegenpapstes kein Mittelunversucht ließ, daS Ansehen seines schismarischcn PapstcSzu gründen, und wo er cS vermochte, die Anhänger undFreunde Jnnocenz dcS Andern mit Wuth und Grimm ver-folgte. Bernhard enthüllte ohne Scheu die geheime Trieb-feder der beleidigten Eitelkeit, von welcher geleitet, Gerharddem rechtmäßigen Oberhaupte der Kirche sich widersetzteEr ruhte nicht eher, als biS cS ihm gelang, die schismati-schcn Bischöffe, welche Gerhard eingesetzt, von ihren Stüh-len zu stoßen und ihnen allen Schutz der weltlichen Großenzu entzieh», wozu die Verächtlichkeit, in welche Gerhardversank, nachdem er sein Geld an Heuchler und Schmeichlerverschwendet, dem heil. Bernhard nicht minder förderlichwar, als die Gerüchte von Wundern und Zeichen, durchwelche EotteS Strafgercchrigkcit an den Anhängern des fal-schen PapstcS sich offenbart haben sollte ^). Mehr als alleswirkte aber Bernhard'S eigne Persönlichkeit und die Kraft,mit welcher er den hartnäckigsten Widerspruch zu übcrwinr
46) Unter den Briefen, welcheBernhard in dieser Angelegenheitschrieb, ist einer der merkwürdigstendas Schreiben an den Meister Gott-fried von Loroux (de I.or.-uorio),Ox. rsk). Von dem Papst Anakletund dessen Legaten Gerhard heißt
sieut cruulus daditaus irr addnis.Ula terocior, iska caUidior, Warnerconvenernuc in unuw adversus
Dominum et adversu8 oUrirlumeins (Jnnocenz den Andern). Oe-
outa eorum et pronoere a nodisiugum ipsorum." An die Bischöffevoll Aquitanien (Op. 126) wird ohneHehl geschrieben, was den LegatenGerhard zu solcher Wuth gebracht:
le^ationem postulat, non odriner.Indi§narur, resilit ad itto, tiansirad atium, ipsius so 6586 1c§atumKloriatur."
47) O rn al di vitrr Lern. S. n22.