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Geschichte der Kreuzzüge. Buch Hl. Kap. I.
welcher er bey den Menschen stand, nur als thörichte Ucbcr-schätzung seiner geringen Verdienste Er blieb immerbescheiden, dcmüthig, fern von allem Dünkel; streng in derErfüllung seiner Pflichten, besonders derer, welche seine Or-densregel ihm auflegtc, vermied er, aus Grundsatz, allesAußerordentliche, so wenig begierig, Aufsehen zu erregen,daß er selbst frcywillige Vußübungen oderKasteyungen seinesKörpers unterließ, sobald er wahrnahm, daß andre sie be-merkten ^). In solcher demüthigcn Gesinnung ertrug erauch Beleidigungen und Kränkungen, wenn sie nur seinePerson und nicht die Sache trafen, für welche er arbeitete,mit Gelassenheit ^). Wie hoch Bernhard Bescheidenheit,Verschmähung des Ruhms bey Menschen und Absichtlosig-keit in guten und frommen Werken schätzte, beweist auchseine Lebensbeschreibung seines Freundes, des heil. Mala-chias, Vischoffs in Irland, unter dessen trefflichen Eigen-schaften vor allen eben jene Tugenden von ihm hervorgeho- ?
3") ,, l^uock äe uosrr», schrieb eran die Aebtissin Hildcgardiü zu Bin-gen , «xiguilarc- lauge »liier, guamuoerr» sesc aouealeiui» liabet, gul-tlaiu seutirä vuieuiur, uoir uoerrisinerilis, seä stulliri»o lromiuruuimxuuauckum esr." 366. Vgl.6»ukr. S. 1141.
33) ,, llroverbium illnä irr ore ei
vcr»t, xonere maluit, gnani urkerrc sairerur." l, » u 1 r> S. irgz.
zg) Eaufcicd erzählt davon folgen-des.Bei,spiel (S. 114z): Ein regulir->er Chorherr (alerlarrs guiä.rm exNie, guos Ilegularcs voeLN i) kamnach Clairvaux, und bat den Abt umdie Aufnahme in das Klvsicr. AlsBernhard sie verweigerte, gcricth derChorherr in einen solchen Zorn, dager zuersi Schimpfrcden aussiick, danndem Abte einen solchen Backensireichgab, daß ihm davon Las Gesichtschwoll sur suaaeclcrer simim rudoriarui, tumor rulivri). Bernhardblieb ruhig und gelassen, und hieltnicht nur diejenigen zurück, welcheden zornmüthigcn Chorherrn züchti-gen wollten, sondern gab ihm auchBegleiter, damit ihm auf seiner Rück-kehr kein Schaden geschehen möchte.
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