8 Geschichte der Kre >lzzügc. B!! ch III. Kap. I.
immer mehr seine Abneigung gegen die Welt befestigten undihn überzeugten/ daß es nicht räthlich sey/ mit der Schlangezusammen zu wohnen.
Einst wanderte er/ beschäftigt mit Betrachtungen überdie Eitelkeit und Thorheit der Welt und über seine wahreBestimmung/ zu seinen Brüdern, welche mit dem Herzogevon Burgund das Schloß Grancey belagerten/ als sein Ge-müth von der Sehnsucht nach dem gottseligen Leben so hef-tig bewegt ward/ daß er/ unvermögend länger zu widerstehn,in eine Kirche am Wege sich begab und vor dem Altar mitThränen und inbrünstigem Gebet aufs Neue Gott sichweihte Seit diesem Tage war sein Entschluß unabän-derlich/ und die Ruhe und Freudigkeit des Gemüths/ welchesein ganzes Wesen verklärten/ so wie die Begeisterung/ mitwelcher er seitdem von Gott und göttlichen Dingen redete,ergriffen die Gemüther seiner Freunde und Verwandte mitunwiderstehlicher Macht. Nicht nur sein Oheim Galdrich,Herr der Burg Touillon bcy Autnn, verließ seine reichlichenGüter, um sich, wie Bernhard, Gott zu weihen, nicht nurseine jüngcrn Brüder Andreas und Bartholomäus folgtenseinem Bcyspicle, sondern auch seine beyden lältcrn Brüder,welche ihn bisher von dem klösterlichen Leben abgehalten, zö-gerten nicht sich zu Mönchen. Der älteste, Veit, war sehr be-trübt, weil seine Gattin der Trennung ihrer Ehe hartnäckigwidersprach, also daß er im Unmuthe beschloß, seinem Stan-de und seinen Gütern zu entsagen und allein von seinerHände Arbeit sich und seine Gattin kärglich zu nähren.Bernhard aber, der göttlichen Barmherzigkeit vertrauend,verhieß seinem Bruder, daß seine Gattin entweder seinen
Lern, Cap. z. S. 1280. Nach Ihm und Ioüanncs Eremita.erzätUcn dicsclb/n Vorfälle Alanus 15) <-n il. virr L. S. 1031, flgd.