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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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Der heilige Bernhard.

komischen Sprache, in welcher er, wenn gleich oft sehr weit«schwcifig, doch besser schrieb, als die meisten seiner gelehr-ten Zeitgenossen. Dabei) erwarb er sich durch sieissigcs Lesender heiligen Schrift seine bewundernswürdige Fertigkeit, fürjede Lehre, fürjeden Artikel des Glaubens sogleich die passend-sten und beweisendsten Schriftstellen zu finden, durch welcheer späterhin, wie mit Donnerschlagen, die Schulweisen nic--dcrschmetterte, welche ihre kühnen und gewagten Deutungender Christlichen Lehren und Geheimnisse durch mühsam ge-suchte und ängstlich gedeutete Aussprüche der Kirchenväterzu beschönigen suchten. Auch fehlten ihm, einem Jünglingvon schönem Wuchs, blonden Haaren, angenehmer Gesichts-bildung, scharfem Verstände und anmuthiger Unterhaltungmancherlei) Lockungen zur Sünde nicht welche aber nur

14) ,, ktornarstu! cloxauti corpore,Krata baciopraoemiucus, kttavic-simismoribus, aaoeptabili polleit!, cio-Huio." Orril. S. rogo. lieber seineGestalt In spätern Jahren s. untenAnm. ZS. Die LebcnSbeschreiber desheil. Bernhard'ü berichten von ver-schiedenen solcher, von ihm männlichbestandener Versuchungen zur Sün-de. Als er einst ein Weib zu langeund mit allzugrohem Interesse ansah,besann er sich sehr bald, und um seinFleisch für die sündliche Regung zustrafen, sprang er In einen benach-barten Sec so tief, daß Ihm dasWasser biS an den Hals gingund blieb darin so lange, bis feinBlut abzekühlt war. Ein ande-res Mal legte sich (insriucnu äac-auoui«) ein nacktes Mägdchen zu ihm.Er machte ihr mit aller Unbefan-genheit Play, legte sich herum undschlief wieder ein. Das Mägdchen,

nachdem sie lange vergeblich Liebko-sungen erwartet, suchte -den from-men Jüngling durch allcrlcy Reizun-gen (paipans et stimulius) zur Sin-neslust zu verführen. Als er aberstandhaft blieb, so erwachte in ihr,so unverschämte Sünderin sie auchwar, dis Scham wieder, und sieeilte aus dem Bette hinweg. Aucheine Frau (marrona), bey welcher ermir einigen Gesellen cingckehrt war,suchte ihn zu verführen, aber vergeb-lich. Orcymal kam sie in der Nachtan sein Bett, und diesmal schreckteer sic durch den Ruf: Diebe, Diebe.Den Gesellen, welche ihn am Mor-gen wegen seines Traumes befragten(denn sic meinten, er habe von Die-ben geträumt), antwortete er:Al-lerdings war ein Dieb da, denn un-sere Wirthin wollte mir den köstlich-sten und herrlichsten Schatz, disKeuschheit, rauben." 6uit. vir»