L Geschichte der Krcuzzügc. Buch lll. Kap. I.
Kirche gegen ihre Feinde und zum wohlthätigen Arzt be-trübter Seelen Seine altern Brüder, welche im Ge-tümmel der Welt lebten und im Dienste des Herzogs vonBurgund, wie vormals ihr Vater Tecelin, in blutige Feh-den zogen, bemühten sich ihn der Welt zu erhalten und er-mahnten ihn zu dem Erlernen der Schulweisheit, ^welchealles, auch die Geheimnisse des Christlichen Glaubens, denKlügeleyen der menschlichen Vernunft unterwerfend, da-mals zu Chatillon an der Seine, wie in vielen andern Städ-ten von Frankreich, von berühmten Lehrern unter unglaub-lichem Zulaufe einer eben so anmaßlichcn als lernbegierigenJugend gelehrt wurde- Bernhard aber lernte nur die Eitel-keit der Lehre, welche die Genossen bewunderten, verachten,machte indeß die Waffen der künstlichen Dialektik sich zneigen, mit welchen er hernach eben jene Schulweisheit ")siegreich bekämpfte, und gewann große Fertigkeit in der la-
iL) Frau Elise (Alach von demMönche Wilhelm genannt) träumte,sie krage in ihrem Leibe einen bellendenweißen Hund mit röthlichcm Rücken;ein Traum, welcher sie, wie natür-lich, nicht wenig ängstigte und be-kümmerte. Ein Mönch aber, den sieangstvoll um die Bedeutung diesesTraums befragte, tröstete sie also:„Seyd ohne Sorgen, ihr werdetdie Mutter cincS guten Hundes wer-den, welcher sowohl das Haus Got-tes getreulich behütet! und für das-selbe mächtig wider die Feinde desGlaubens bellen, als auch das WortGottes eifrig verkündigen und mitheilender Zunge die Seclcnkrankbei-tcn trefflich heilen wird." l-nil.-vilr 8. liernsräi a. a. O. Merk-würdig ist die Auslegung, welche
Eaufried in seinem Sermo äc 8. Ler-inlrao S. IZZZ. von dem reichlichenRücken des sonst weißenHundes macht.Es se>i damit angedcutet worden, dastder heil- Bernhard, ohne den Mär-tyrertod zu erleiden, doch den Märty-rern gleich seyn werde durchdic Lastenund Schläge, die sein Rücken zu trage»haben werde. Damit stimmt nicht ganzüberein, was Johannes Eremita (vit»8. kterinrrüi, S. Igoo.) erzählt, daßElise, welche ihre übrigen Söhnebald nach der Geburt dem Herrndarbrachte, nur längere Zeit zögerte,ihren dritten Sohn Bernhard Gottzu weihen.
ig) 8accnriLrir «azncirtiL (sciontie).6 ,-rn.kr. Vir.S.Lcrn.S.ioiji. So wur-de damals von der strengem Parte»die Lehre der Scholastiker genannt.