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5 (1854) Von 1756 bis 1763
Entstehung
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251
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Stimmung der Verbündeten u. ihre Operationen. 251

waren die Feinde Friedrichs übereingekommen, die Russensollten in die Mark eindringen und Daun Schweidnitz er-obern. Dieses wurde daher eingcschlossen und die Belage-rung durch das Heer Dauns ringsum in wohleingerichtetcn,festen und verschanzten Stellungen gedeckt. Ganz unerwar-tet marschirte der König, indem er den Zobtenberg umging,über Költschen nach Hermansdorf, stand den 31. August eineMeile von Schweidnitz im Rücken der Ocsterreicher und be-drohete deren Verbindung mit Böhmen. Sogleich gabensie die Berennung von Schweidnitz auf und nahmen eineStellung bei Freiburg und Hohenfriedberg, indem sie sich,gegen 100,000 Mann stark, glücklich schätzten ihre Verbin-dung mit Böhmen gegen das 50,000 Mann starke Heerdes Königs bewahrt zu haben. Dieser zog den Oestcrreichcrndreist nach und drängte sie nach und nach von Freiburg bisgegen Landshut zurück. Mehrere Versuche indessen, die ermachte, durch schnelle Märsche und Gegenmärsche die Oestcr-rcichcr aus dem Gebirge und völlig aus Schlesien zu ver-treiben, waren ohne Erfolg.

Während dieser Zeit hatte eine russische und schwedischeFlotte von 24 Linienschiffen Kolberg angegriffen, wo nurzwei Bataillone Landmiliz und 800 Mann eines Garni-sonregiments unter dem tapfern Obersten Heyden lagen.

Das Bombardement der Flotte vom 28. August an wurdeden 2. September durch Sturm auf dem Meere unterbro-chen, begann aber dxn 5. Sept. von neuem, während 6 bis8000 Mann Fußvolk die Festung auf der Landseite ein-schlossen. Allein Heyden wehrte sich, unterstützt von derbraven Bürgerschaft, sehr tapfer. General Werner, von demGeneral Golz aus Glogau abgeschickt, legte in 13 Tagen48 Meilen zurück, überwand oder sprengte alle Hindernisse,welche ihm in den Weg traten, und entsetzte mit 4000 Mann 18. Sept.Kolberg auf der Landseite, indem die Bclagerungstruppenzurückwichen und zum Theile auf die Flotte flüchteten, wo-bei sie 22 Geschütze, viel Pulver, Kugeln und Belagerungs-geräth zurückließen. Die Flotte feuerte noch bis zum 23. Sept.und ging dann unter Segel. Kolberg war gerettet; dieProvinz ließ zur Erhaltung des Andenkens an diese schöne