dkchery verlieren, um der Königin von Ungarn und der !Zaarin Vergnügen zu machen. Wollte der Himmel, der IPrinz Ferdinand bezahlte sie gut für ihren Eifer. An die- Isen Unfällen unschuldige Officiere und arme Soldaten wer- 'den die Opfer sein, und die hohen Schuldigen nichts dabeileiden')."
Unterdessen war lebhafter Streit zwischen den Russenund den Ocsterreichern, und auch diese Letzteren waren unter-einander nicht einig. Kaunitz wollte, die Russen solltenGlogau belagern; Daun war dagegen. Kaunitz hätte gernden thätigen Laudon an des unthätigen Daun Stelle ge-bracht, doch diesen hielt die Kaiserin. „Der König vonPrcussen," meinte Montazet, der französische Bevollmächtigteim österreichischen Lager, „hat noch einen Vorthcil über uns, -den man mit eigenen Augen sehen muß, um davon über- szeugt zu sein, und der darin besteht, sich nicht zu schlagen, !als wenn er will, außer wenn er, wie bei Hochkirch, über-fallen wird. Nicht, daß er sich entfernte oder überall un-angreifbare Stellungen wählte: im Gegentheil, er ist überall, lund sicht er einen Vorthcil, wird er ihn sicher benutzen; 3denn er ist gewandt, hurtig und entschlossen, während wir Igerade das Gegentheil sind. Es ist leicht gesagt, daß er kgroßenthcils zu Grunde geeichtes, daß sein Heer nicht mehr sdasselbe, daß er ohne Generale sei; das kann wahr sein, iaber seine Seele, welche Alles belebt, ist immer noch die- ?selbe, und leider bleiben wir auch dieselben." „Heute Abendist er in Licgnitz; Gott weiß, wo er morgen sein wird, ^aber seine ewige Beweglichkeit wird meiner Meinung nachnicht übel angebracht sein, wenn er uns den übrigen Thcildes Feldzugs damit zubringen läßt, seine Entwürfe zu be-rechnen und ihm nachzulaufcn, ohne ihn zu erreichen." „Das >größte Uebcl besteht in der außerordentlichen Furcht, welcheman vor dem Könige von Preußen hat. Er ist ein Ungc-wittcr, welches man vorübcrgchcn lassen muß°)." Endlich
1) Oeuvres 1'. XIX. p. 191, 192.
2) Born 13. und 18. Aug. und 22. Scptbr. 1760, bei Stuhr