Verbindung mit den Russen und der unmittelbaren Bekäm-pfung des Königs abzuziehen, gegen Görlitz, was Daunveranlaßte, auf Bautzen zurückzugchcn, um den Prinzen Hein-rich von Sachsen abzuhaltcn. Eben wollte er diesen angrci-fen und nach Sachsen zurückdrängen, als der Prinz uner-wartet in Gewaltmärschen über Rothenburg nach Hoyers-werda ging, hier den General Wehla überfiel und mit 1800Mann gefangen nahm, auf Torgau rückte und sich dort mitWunsch und Fink vereinigte, welche sich unterdessen tapfermit dem Rcichshcere und Haddik hcrumgcschlagcn hatten.So stand der Prinz 40,000 Mann stark bei Strehlen ander Elbe gegen Dresden hin. Das hatte Daun veranlaßtvon Görlitz nach Dresden zu gehen und sich von hier demPrinzen entgegcnzustcllcn. Obgleich viel stärker als dieser,und ungeachtet er den Befehl dazu von Wien erhielt, wagteer dennoch nicht ihn anzugreifen, sondern verschanzte sich beiSchilda und suchte ihn durch Abscndung einzelner Hecrhau-fen in dessen Rücken zu nöthigen, Sachsen zu verlassen.Allein der Prinz stellte sich bei Torgau auf, Wunsch jagtedas Rcichshecr zurück und dann mit Fink bei Pretsch denHerzog von Ahrenberg, dem sie 1400 Gefangene nahmen.Dennoch hoffte der Prinz kaum, sich in Sachsen behauptenzu können, und fand überall Schwierigkeiten. Der König,welcher in Sophienthal an der Gicht darnicdcrlag und demsehr viel auf die Eroberung Dresdens ankam, war darübersehr unzufrieden. Er schickte dem Prinzen Pontons undversprach, sobald cs ihm wegen der Russen, welche bereitsAnstalten zum Rückzuge machten, möglich wäre, selbst mitVerstärkungen zu kommen. Verdrießlich schrieb er ihm dann!„Ich begreife nicht, was Dich mit dem schönsten Heere, dasich habe, in Verlegenheit setzen kann. Die Gegend zwischenTorgau und Leipzig ist eben und sehr gut, um den Feindanzugreifen. Wenn Du nie etwas wagen willst, so ist esunmöglich etwas auszurichten. Ich habe hier 30,000 Mann,und 50,000 gegen mich. Mit einem Heere von 49 Ba-taillonen gegen Dauns und Haddicks 56 kann man nicht inVerlegenheit sein. Man muß aber kräftige Entschlüsse fas-sen, oder es ist unmöglich Erfolg zu haben. Wenn man
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