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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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221
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Friedrich nach der Schlacht von Kunnersdorf. 221

men, aber nicht aus Feigheit, um seinetwillen, sondern zumBesten des Staats'). Er tröstet schon (16. Aug.) seinenBruder Heinrich: im ersten Augenblicke des Unglücks habeAlles vcrzwciflungsvoll geschienen.So sänge ich meineAugen offen habe, werde ich den Staat erhalten, wie csmeine Pflicht ist. Glaube mir, daß die Martern der Ver-dammten nicht an das reichen, was ich in dieser grausamenKrise leide!""). An demselben Tage befahl er 50 zwölf-und am 21sten noch 50 sechsbändige Kanonen gießen zulassen"). Es war nicht mehr die Red^davon, daß er denOberbefehl nicdcrlegen wollte; der Prinz Heinrich hatte dieAnzeige davon, welche den Feinden in die Hände gefallensein mochte, gar nicht erhalten. Er that nun Alles, umdas Heer einigermaßen wieder in widerstandsfähigen Zu-stand zu setzen, wozu ihm die völlige Unthätigkcit der den17ten nur bis Müllrose gerückten und dort mit Haddick ver-einigten Russen glücklicherweise in Fürstcnwalde 14 TageRuhe gab.

Aus Berlin, Küstrin und Stettin wurden Geschützeherbeigcschafft, dem General Kleist, der mit 6000 Mann ander Peene gegen die Schweden stand, befohlen zum Heerezu stoßen.

Vergeblich bemühten sich Daun und Laudon die Russenzum Vorwärtsgehcn zu bewegen. Soltikoff ließ Daun sa-gen, er habe genug gethan, in einem Jahre zwei Schlach-ten, wie er selbst gestand, gegen seinen Willen zu gewin-nen'). Das Heer seiner Herrin müsse nicht alles alleinthun. Er meinte auch gegen Montalembert: die Russenhätten genug gethan. Daun möge nun den König vonPreußen verfolgen; das wolle er unterstützen, allein bis da-

1) Oeuvres 1'. XIX. x. 78, 82, 85.

2) Schöning Siebenjähriger Krieg II. S. 111.

3) Schöning Artillerie II. S. 168.

1) Choiseul an Bellcisle vom 27. August. Oe gu'il ^ a äs plai-eant c'sst gu'spres avoir äonns äeux bataillss inaigrä eux (coimnebivnsisur äs 8oltileok l'avoue lui-insms) ils ne veulent pss pour-suivre leurs avanta^es, äs peur ä'ea äonner uns troisieme, beiStuhr II. S. 266.