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Buch VIII. Siebentes Hauptstück.
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13. Aug. glaubte sein Unglück nicht überleben zu können, gab demGeneral v. Fink den Oberbefehl über sein Heer und er-nannte den Prinzen Heinrich zum obersten Befehlshaberaller prcussischen Truppen, welche dem Prinzen von Preussenschwören sollten. Wo möglich sollten sie versuchen Haddickund Laudon einzeln zu schlagen: Zeit gewonnen, sei Allesgewonnen in dieser verzweifelten Lage. Das Unglück ganzwieder gut zu machen, sei nicht möglich'). Er gab demMinister Finkenstein in Berlin Nachricht von der Schlacht,rieth auf Sicherheit zu denken; die Königin sollte nachMagdeburg gehen. „Die Wahrheit zu sagen," schrieb er,„ich halte Alles für verloren." Den Kommandanten vonTorgau, Wittenberg und Dresden befahl er, wenn sie an-gegriffen würden, so gut als möglich zu capitulircn und nurdie Besatzung und die Kassen zu retten. Die Meldung, daßgegen 30 Geschütze gerettet wären, wollte er anfänglich nichtglauben; als er sich dann davon überzeugte, gewährte ihmdas den ersten, ihm so nöthigen Trost. Er schickte Wunsch1-t. Aug. mit 3500 Mann nach Fürstenwalde gegen Haddick, der bisBeskow und Baruth streifte, und folgte ihm zur DeckungBerlins dahin mit dem Heere, weil Haddick weiter vorge-drungcn und Laudon über die Oder gegangen war. DieRussen bewegten sich nicht. Vier Tage nach der Schlachterhob sich die niedergedrückte Spannkraft des großen Man-nes wieder in ihrer ganzen Stärke. Immer noch ohne Hoff-nung, sich gegen seine zahlreichen Feinde behaupten zu kön-nen ist er wieder Feldherr — König für sein Reich. „Wirsind unglücklich gewesen," schreibt er den I6tcn an d'Argcns,„aber durch meine Schuld. Ich habe nur 32,000 Mannsammeln können; ich will mich den Feinden in den Wegstellen und mich tödten lassen, um meine Hauptstadt zuretten. Ich denke, das heißt nicht der Standhaftigkeit er-mangeln. Wenn ich mehr als ein Leben hätte, ich würdees für mein Vaterland opfern. Wenn's mißlingt, will ichnicht mehr ein Spiel des Zufalls sein!" Er will mit demDegen in der Hand sterben oder das Leben sich selbst nch-
I) Bei Schöning Siebenjähriger Krieg II. S- 130-