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5 (1854) Von 1756 bis 1763
Entstehung
Seite
196
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196 Buch VIII. Fünftes Hauptstück,

Handgeld erhielt, was freilich kaum 5 Thlr. wertst war,ntzder Sold sehr richtig ausgezahlt wurde. Freilich ersetzte»diese und die großcnthcils mit Gewalt in nichtprcussischc»Ländern ausgehobcncn Truppen nicht die alten Preuße»,deren Zahl sich immer mehr verminderte, während die übstgen nach so vielen Gefechten und Schlachten bei der Fortdauer des Krieges ihren Untergang vor Augen sahen, wo-gegen selbst der jungen Mannschaft oft ein lebhaftes Gefühlder Anhänglichkeit und Bewunderung für den König unddessen Sache eingcflößt wurde. Im Allgemeinen nahmjedoch im Laufe der Zeit die Kriegstüchtigkcit des prcussi-schen Heeres ab, während die der Ocsterrcichcr und Russendurch Ucbung und Gewohnheit zunahm. Ungeachtet allerAnstrengungen konnte Friedrich seinen 350,000 Mann star-ken Feinden nur höchstens 130,000 Mann seiner eigene»Truppen und das aus 70 75,000 Mann bestehende ha»-növcrschc Heer unter dem Herzoge Ferdinand, insgesamnitalso etwa 200,000 Mann, cntgcgcnstellcn. Er verthciltidiese so, daß er, den in Böhmen und dem österreichische»Schlesien gegen 100,000 Mann starken Ocstcrrcichcrn unterDaun, Laudon, Beck, Harsch und Devillc gegenüber, sichmit 50,000 Mann am Fuße des Gebirges von Schweidnitzbis Löwcnbcrg, und Fouquc mit 13,000 Mann in Obcr-schlcsien von Lcobschütz gegen Ratibor hin aufstcllte. DerPrinz Heinrich deckte mit etwa 40,000 Mann Sachsen ge-gen Böhmen hin und gegen das durch die Ocsterrcichcr ver-stärkte Rcichshecr in Thüringen und Franken.

Der General Graf Dohna stand mit etwa 25,000Mann im schwedischen Pommern den Schweden und Russengegenüber, der Herzog Ferdinand von Braunschwcig mitanfänglich 60 70,000 Mann den Franzosen in Hessen,dem Hcrzogthume Westfalen und den Bisthümcrn Münsterund Paderborn.

Die große Uebermacht der Feinde des Königs war, wiefrüher, zum Theil mehr scheinbar als wirklich vorhanden;die gegen ihn verbündeten Höfe waren nicht völlig einig, dieFeldherren noch uneiniger als die Höfe. Lange stritt man sichin Wien mit den Franzosen über den zu entwerfenden Feld-