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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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189
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Verhandlungen mit Frankreich. 189

Allerdings gewährleistete Frankreich der Kaiserin, jedoch jetztohne die Verpflichtung nicht eher Frieden zu schließen, dieAbtretung Schlesiens und der Grafschaft Glatz, nicht aberauch noch Krosscns und anderer günstig gelegener Landes-theile; es sicherte ferner dem Kurfürsten außer dem Wieder-bcsitze seiner Staaten auch eine angemessene Entschädigungzu, gab aber die Losreißung Magdeburgs, Halberstadts, desSaalkrcises, Vorpommerns und der Kleveschcn Provinzen vonPreußen und auch die früher festgesetzte Abtretung der Nie-derlande, theils an Frankreich, theils zum Austausche an denHerzog von Parma, völlig auf. Statt wie früher 105,000Mann, versprach cs nur 100,000 Mann zu stellen, ohne fer-ner 10,000 Baicrn und Würtembcrger zu besolden, wogegencs allerdings 10,000 Sachsen in Sold nahm. Wichti-ger war, daß es statt der früheren 12 Millionen Guldennur noch 3,456,000 Gulden Hülfsgclder an Oesterreichzahlte, dagegen allerdings die früher von Oesterreich mit-bezahlten Kricgsunterstützungsgeldcr an Schweden nunallein übernahm, welche jedoch sicher nicht über 2^ Mil-lion Gulden betrugen, so daß cs nun nicht nur wenigerTruppen, sondern auch 6 Millionen Gulden Subsidicn we-niger als früher zahlte'). Hierdurch entging der Kaiserinnicht nur eine ansehnliche Summe von Hülfsgeldcrn, son-dern sic mußte sich auch überzeugen, daß Frankreich, mit demAufgcben des wichtigen Entwurfs über Belgien und dervölligen Demüthigung Preußens, so bald als möglich Frie-den schließen und daß es bis dahin den Krieg nur lau füh-ren würde.

Wirklich waren auch alle Bemühungen des französi-schen Gesandten Montazet, welcher den abgegangenen Herzog

verglichen mit dem Jahre 1756 vor-, aber verglichen mit dem JahreN57 zurückschritt. Es ist jedoch richtig, wenn Flassan VI. S. 131sagt: Man dürfe aus dem Vertrage von 1758 chicht abnehmen, daßChoiseul dem Hause Oesterreich unbedingt ergeben gewesen. Es würdeihm das noch klarer geworden sein, wenn er den Vertrag von 1757 alsratificirt gekannt hätte.

1) Neueste Actenstücke S. 75, wo Francs für Florins. Martensrir. S. 185.