Schlacht bei Hochkirch.
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sanmenwirken derselben. Er verschanzte sich daher in seinemLager und ließ den ambrosianischcn Lobgesang anstimmcn,was hier, wie bei Kolin, wesentlich zur Rettung des Königsbeitrug. Die Preußen verloren in dieser kurzen aber sehrblutigen Schlacht 101 Geschütze, unter welchen 52 schwereKanonen, und an Todten, Verwundeten und Gefangenenüber 9000 Mann, unter denen allein 3500 Verwundete wa-ren. Auch die Oestcrreicher, vorzüglich die Grenadiere, der! Kern ihres Fußvolks, hatten sehr gelitten. Sie verlorenüber 5600 Todte und Verwundete nebst 300 Gefangenenohne die Vermißten.
Des Königs Muth war durch den Verlust der Schlachtvon Hochkirch durchaus nicht gebeugt. Als er den Rückzugordnete, traf ihn der Sohn des Generals Retzow, zu demer ruhig, fast lächelnd sagte: „Daun hat mir heut einenglupschen Streich gespielt. Er (Retzow) soll aber sehen, wieich Daun fassen werde; ich bcdaure nur, daß heute so vielebrave Leute ums Leben gekommen')." Er schrieb seinem Bru-t der Heinrich noch am Tage der Schlacht, er habe sich eine1 halbe Stunde weit gegen Bautzen zurückziehen müssen, wollesich dort halten und wo möglich wieder angrcifcn'). Am" Tage nach der Schlacht äußerte er: „Daun hat uns ausdem Schach gelassen und das Spiel ist nicht verloren. Wirwerden uns einige Tage hier erholen, dann nach Schlesiengehen und Ncisse befreien." Einen Angriff auf Daun zuunternehmen, war nicht thunlich. Er verlangte vom Prin-zen Heinrich 6 — 7000 Mann, und als dieser nicht glaubtemit seinem dadurch zu sehr geschwächten Heere Sachsen fer-ner vertheidigen zu können und um Erlaubniß bat selbstzum Heere des Königs stoßen zu dürfen, übertrug dieser denOberbefehl in Sachsen dem General Fink, dem obwohl jün-> gern, doch talentvoller» Führer, nebst den älteren GeneralenHenplitz und Hülsen. Er befahl ferner Dohna aus Pom-mern und Wedell aus der Uckermark zur Verstärkung Finks! nach Sachsen zu rücken; Dohna konnte nur 5000 Mann
1) Retzow I. S- 359, 360.
2) Bei Schöning Sieben). Krieg 1. S. 280.