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Buch VIII. Viertes Hauptstück.
wogen an seine persönliche Sicherheit zu denken. Das DorfHochkirch war trotz aller wiederholten heftigen Angriffe,welche der König anordnete, nicht wieder zu nehmen. Nach -zweistündigem, mehrmals wechselndem, sehr blutigem Kampfebehauptete cs Daun, obwohl mit eigenem großen Verlustean Menschen. Der König hatte noch während der wieder-holten Angriffe, welche er auf Hochkirch machen ließ, etwasrückwärts eine Höhe und einen Hohlweg bei dem DorfeDrcsa besetzen lassen. Der damalige Major Möllendorf be-hauptctc diesen wichtigen Punkt mit einem Bataillon Garde ^sehr tapfer und hielt dadurch das Vorrückcn des östcrrcichi- >scheu llinken Flügels auf. Als nun nach 7 Uhr der Nebelfiel und eine Ucbcrficht gestattete, jetzt auch der rechte öfter- ircichische Flügel vordrang, nahm der König nur etwas hin- ^ter der Höhe von Dresa eine neue Stellung, um dem wei- ^tcrn Vorrücken der Oesterreicher zu begegnen, während er ^dem stark andringcnden rechten Flügel derselben unter hefti-gem Kampfe die Spitze bot. Es gelang auch dem GeneralRctzow, ohne durch den Prinzen von Durlach besonders ge- ^hindert zu werden, zum Könige zu stoßen und durch seine ^gut gewählte Stellung bei Belgcrn gegen den österreichische»rechten Flügel den Rückzug des preussischen Heeres zu sichert,.Diesen befahl endlich der König, als. er unabweislich war.Scidlitz deckte ihn mit der gesammtcn Reiterei. Das Heermarschirtc in großer Ordnung, wie auf dem Uebungsplatzc,zurück und der König stellte es nur eine Meile vom Schlacht-fclde bei den Kreckwitzer Höhen in der Nähe von Bautzen jauf. Wol war er ein bewunderungswürdiger Mann, aber Inie mehr, als wenn er nach den härtesten Schlägen die volleStärke seines Charakters, die erstaunliche Spannkraft seines fGeistes zeigte. Daun, dessen Truppen bei dem heftigen ^Kampfe sehr in Verwirrung gcrathen waren, ordnete diese!- >bcn und begnügte sich seinem Grundsätze gemäß damit: was fer gewonnen zu behaupten. Er wollte das durchaus nicht !durch Verfolgung der dann vielleicht zur Verzweiflung ge- ^brachten Preußen und ihres immer außerordentlich gefürchte-ten Königs aufs Spiel setzen. Ohnehin erschwerte die Tren-nung seines Heeres in einzelne Theile ein gleichmäßiges Zu-