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Begeisterung für Friedrich.
Heinrich hatte bis dahin ohne großen Erfolg die Zurüstun-gen des Rcichsheercs zu hindern gesucht, daher schon seitApril die feindlichen Magazine bis Hof zerstört, im Bam-bcrgischen Brandschatzungen bcigctricbcn und einen solchen^ Schrecken erregt, daß viele Einwohner aus Nürnberg unds Franken bis gegen den Rhein hin flüchteten. Die Stirn-
i mung unter den Reichstruppcn war so übel, daß der Ober-
befehlshaber dem französischen Bevollmächtigten offen ge-stand, zwei Dritthcile derselben würden zu den Preusscnübergehen, wenn man ihnen das möglich mache. Dabei wa-ren die Truppen, wie die Rcichsstände selbst, den Franzosen! sehr abgeneigt und wollten auch für den Kaiser nichts thun.Friedrich war trotz aller Gcgcnbemühungcn seiner Feinde derHeld der Zeit und hatte Anhänger genug, welche diese Stim-mung erhielten und verbreiteten. Wenn die Protestanten derUnterdrückung des mächtigsten protestantischen Fürsten durch^ katholische Mächte gleich anfangs widerstrebten, wenn sich, die Toleranten und Aufgeklärten schon damals gefragt hat-ten, was dann aus Toleranz und Aufklärung werden solle,so hatten Friedrichs Thatcn im Zahrc 1757, wie er sich amRande des Abgrundes erhob und nach den Siegen von Roß-bach und Lcuthcn streitfertiger wie je dastand, bewunderndesErstaunen und lebhafte Begeisterung erregt. Es wurde dertief schlummernde, ritterliche Geist der Nation erweckt gegendie unritterliche Ucbcrmacht sogar fremder, gebildeter undungebildeter Räuber und Plünderer, welche den tapferstenund geistreichsten Fürsten unterdrücken wollten. Man glaubte! seinen Siegcsberichtcn und mißtraute denen seiner Feinde.In beiden Fällen wuchs die Theilnahme und wurde leben-diger. Es erwachte endlich doch vielfach das besonders durchOesterreichs Bündniß mit den Franzosen und Russen ver-letzte und so lange Zeit tief unterdrückte nationale Selbst-gefühl der Deutschen. Sie sahen doch wieder einen Heldenauf einem Thron mit dem Schwerte in der Hand, bereit zusiegen oder unterzugehcn, wie ihre Väter ihn seit Jahrhun-derten so nicht gesehen.
Hatte doch eine hessische Prinzessin zu Ehren Friedrichsein eigenes, ordensähnliches Zeichen für Männer und Frauen