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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch Vlll. Viertes Hauptstück.

hochgeschätzten Schwager, dem Herzog Karl von Lothringen,den Oberbefehl gelassen hätte und wie ungern sie den zaudern-den Daun an die Spitze stellte'), so stark erhob sich doch die1758 öffentliche Stimme gegen den Herzog. Bei seiner Ankunft in !

7. Jan. Wien wurde öffentlich bekannt gemacht, daß sich Niemand bei >harter Ahndung unterstehen sollte von dem Prinzen in Absichtder letzten unglücklichen Schlacht unanständig zu reden, in-dem er weiter nichts gethan als die Befehle der Kaiserin-Königin zu vollziehen. Ein Verbot gleicher Art war vorherschon in Prag bekannt gemacht worden H. Er sah sich selbstgcnöthigt zurückzutreten, womit auch Nadasdy entfernt wurdeund Daun den Oberbefehl erhielt. Der Prinz von Pfalz-Zwcibrückcn, welcher eben zum österreichischen Fcldmarschallernannt worden war und an des Herzogs von Hildburg-Hausen Stelle den Oberbefehl über das 30 — 32,000 Mannstarke Rcichshecr erhalten hatte, sollte sich in Böhmen mitden dort befindlichen 15,000 Ocsterrcichcrn unter Scrbellonivereinigen und dann, 50,000 Mann stark, durch das Voigt-land in Sachsen cinrückcn. Ihm gegenüber stand der Prinz !Heinrich mit etwa 30,000 Mann, indem er insgesammt mitetwa 40,000 Mann Sachsen deckte. Der König hatte ihmnach seiner Rückkehr vom Zuge gegen die Franzosen zu Endedes März den Oberbefehl an Keiths Stelle gegeben, indemer ihm ausgedehnte allgemeine Vollmachten und freie Handgab zu schlagen oder nicht. „Denn," sagte er, „der Buch-stabe tödtct, der Geist macht lebendig." Er empfahl ihmdie Haltung strenger Mannszucht und Sorgfalt für dieSoldaten, Kranken und Verwundeten, welche sich für dasVaterland aufopferten. Er sollte zwar Sachsen verthei-digcn, aber immer angreifcnd verfahren; doch verbot er ihm 'ausdrücklich, Kriegsrath um vorzunehmendcr Kricgsbcwe- !gungen willen zu Haltens.

Der König, welcher sein Heer in Schlesien großcntheilsdurch Einstellung österreichischer Kriegsgefangenen bis auf

1) Siche was sie darüber im Dccember 1758 zu dem französischenGesandten Montazet sagte, bei Stuhr II. S. 189: 1'ai beau clierclicr,

>s n'en ai point ä'autrs ä mettrs ä In töte äa mes armees.

2) Danzigcr Beiträge IV. S- 426.

3) Bei Schöning I. S- 149 ff.