Contades' Uüthätigkeit.
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bcncn Worts'). Allein cs war alles vergeblich. Nachdemder Herzog Ferdinand noch Contades' Versuch auf Münstervereitelt und der Kriegsministcr, Herzog von Bcllcislc, aus-drücklich befohlen hatte das Land zwischen Weser und Rheinzur Wüste zu machen, um die Winterruhc zu sichern °), brachContades auf, um mit Räumung des rechten Ufers sein Heer 15.zwischen Rhein und Maas in die Winterquartiere zu legen,was Soubisc, nachdem er über den Main zurückgcgangcnwar, zwischen diesem Flusse und dem Rheine, der HerzogFerdinand in den Bisthümcrn Münster, Paderborn undOsnabrück bis rückwärts zur Weser that. Westfalen biszum Rheine, Niedersachsen und das Hessische bis zur Lahnblieben von Franzosen befreit.
Der Geist des französischen Heeres besserte sich nicht.Der Krieg für Oesterreich gegen Preusscn widersprach derGesinnung nicht nur vieler hoher Staatsbeamten, sondernauch der Ofsicicre und iusgcsammt des Heeres und desVolkes, ebenso der Stimmung der deutschen Soldner. DieUnfähigkeit der Oberanführcr, die Uneinigkeit der Untcr-befchlshabcr, der Unwille der Ofsicicre über die schlechteFührung, das Plagen der Truppen durch unnützes Hin-uud Hcrmarschircn, wobei endlich, wenn cs zum Treffenkam, Schande statt Ehre cingccrntct wurde, machte die Un-zufriedenheit so allgemein, daß sie fast zur völligen Auflö-sung des Heeres führte. Friedrich hatte von den Franzosen,so lange der Herzog Ferdinand von Braunschwcig an derSpitze des alliirtcn Heeres stand, wesentlich nichts mehr zubesorgen und konnte seine gcsammten Kräfte gegen seineübrigen immerhin noch übermächtigen Feinde wenden.
Die Ocsterrcichcr versammelten ihre Strcitkräfte zumneuen Kampfe bei Trautcnau in -Böhmen, während Laudondie verschanzten Landshuter Zugänge deckte, der Oberst Janusmit 5000 Mann im Glatzischcn und General Dcville miteiner gleich starken Abthcilung im österreichischen Schlesienausgestellt waren. So gern Maria Theresia dem von ihr
1) Bei Stuhr II. S. 115-
2) Ebendaselbst S. 148.