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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Die Schweden in Pommern.

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Der Marschall Ungern-Stcrnberg, welcher sie jetzt be-fehligte, hatte 40 Jahre im Frieden gedient, nie ein Heergeführt und wollte nichts thun und nichts zu verantwortenhaben. Weit entfernt auf Berlin vorzurücken, wie cs mitden Franzosen verabredet worden war, verlangte Ungern-Stcrnberg, auf die Nachricht von dem Anrücken Lehwaldsaus Prcussen, französischen Beistand zur VertheidigungPommerns.

Richelieu versprach auch 20,000 Mann nach Meklcn-burg zu schicken, dachte aber nicht daran das wirklich zuthun. So konnte der alte Marschall Lehwald die bereits imOktober über die Peene zurückgegangenen Schweden bisEnde Dcccmbcrs ohne große Anstrengung fast aus ganzPommern vertreiben, Wollin, Anklam, Demmin mit vielenWaffen, Munition und Montirungsstückcn nehmen und3000 Gefangene machen. Es blieb den Schweden nur Rü-gen und Stralsund, welches Lehwald einschloß und seineWinterquartiere im schwedischen Pommern nahm. Der Kö-nig wollte gar, daß Lehwald, wie Fürst Leopold von Dessau,Rügen angriffc. Er hoffte, das werde die bettclhaften Schwe-den, wie er seinem Bruder Heinrich schrieb, zum Friedennöthigcn'). Doch war eine Landung auf Rügen nicht aus-führbar und die Schweden für die Fortsetzung des Kriegesdurch ihren Adel an Frankreich verkauft').

Viel wichtiger für den König war der Umschlag, dendie Kricgsangelcgcnheiten in Nicdersachscn erhielten. Nachdem Vertrage von Kloster Scevcn hatte der sorglose, gegendas Bündniß mit Oesterreich gestimmte Herzog von Riche-lieu weder dafür gesorgt, daß die hessischen und übrigenHülfsvölker des hannöverischcn Heeres von diesem getrenntin ihre Heimat gingen, noch daß dieses Heer überhauptentwaffnet würde, was zu bewirken ihm doch von Parisaus bestimmt befohlen worden war. Sein Heer blieb einenMonat hindurch völlig unthätig und verübte, in Folge des

1) Schöning Siebenjähriger Krieg I. S. 121. Bergt. 122. Dessel-ben Artill. I. S. 101.

2) Nontsleindsrt tlorresponännce I. p. 8. Der ist die zuver-Wgstc Quelle über die Verhältnisse des schwedischen Heeres.

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