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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Zweites Hauptstück.

ken preussischen Flügels zum Gewehrfeuer gekommen, und

nur von 2 Bataillonen hatten der Mann je 12 — 15 Pa-

tronen, die übrigen fünf hatten noch weniger verschossen. DiePreussen verloren nur 165 Tobte und 376 Verwundete, ins-gcsammt 541 Mann. „Der Prinz Heinrich," schrieb Keithan seinen Bruder, „ist, obwol nicht gefährlich, verwundet )

worden. Diese Familie kann nicht lange leben, wenn der !

Krieg dauert, so sehr fetzt sie sich der Gefahr aus. DerKönig war auf dem gefährlichsten Posten')." Von Feindenfand man 6—700 Tobte auf dem Schlachtfclde, verwundetwurden über 2000, dazu über 5000 gefangen, unter denen ^gegen 300 Officiere. Außerdem nahmen die Preussen 67Geschütze, viele Fahnen, Standarten und Gepäck. „GesternL. Nov. war Exemtion über die Executionsarmee," schrieb Bcren- ^Horst an den Erbprinzen von Dessau. „Die Franzosen, dieOesterrcicher, die Kreisvölker haben so erstaunliche Schlägebekommen, daß es die Einbildung und die Wahrscheinlich-keit übersteigt. O glücklicher fünfter November! Ich habediesem Siege nicht beigewohnt. Ich stritt mosaisch; denn ^mein Gebet stieg von den Thürmcn bei Merseburg, welchesunser Bataillon besetzt hatte, zum Himmels." Der Königfolgte den flüchtigen Feinden über die Unstrut, wobei seineReiter noch viele Gefangene einbrachten und ihnen vier Geschützeund viele Munitionswagen, welche in Eckartsberga stehen ge-blieben waren, in die Hände sielen. Die weitere Verfolgungdes Reichsheeres gegen Erfurt und der Franzosen gegen Mühl-hausen hin wurde unthunlich bei der Eile der Flucht derselben,indem die Franzosen schon am 7., am zweiten Tage nach derSchlacht, das 10 Meilen von Roßbach entfernte Langensalzaerreicht hatten. Gegen 12,000 Franzosen durchzogen ingänzlicher Auflösung, plündernd und verheerend, Thüringenund das Eichsfeld, und noch 12 Tage nach der Schlacht ka-men täglich Versprengte durch Dingelstädt. Wie sehr diese

Lchlacht ist ein neues Denkmal gesetzt worden. Rödenbeck BeiträgeI. S. 299.

1) Zn Doveß Friedrich 17. Th. II. S. 400.

2) E. v. Bülo w auß dem Nachlasse von Berenhorsts II. S. 145.