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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Die Ocsterreicher in^Schlesien.

Schlacht dazu beitrug, das Einverständniß der Feinde Fried-richs zu verringern, sieht man aus einem Schreiben Soubi-ses an den Kriegsminister Paulmy, in welchem er sagt:

Vor allen Dingen müsse man theilweise die Ehre der Na-10. Rov.tion retten und alle Schuld auf die Kaiserlichen werfen').

Der König gab mehrere französische Ofsickere frei und äußerte,daß er sich nicht daran gewöhnen könne die Franzosen alsseine Feinde anzusehen"), was Vieler Neigung für ihn nurvermehrte.

Er konnte seinen Sieg nicht weiter verfolgen, übergabden Oberbefehl der bis über die Unstrut vorgerückten Trup-pen vorläufig dem Herzoge Ferdinand von Braunschweig,welcher bereits zum Befehlshaber des wieder auftretendenhannoverschen Heeres gegen die Franzosen bestimmt war,und ging mit dem übrigen Theile des Heeres nach Leipzig,um von hier nach Schlesien zu ziehen, wohin ihn die Be-drängniß des Herzogs von Bevern rief. Die Lage Schle-siens wurde von Tage zu Tage schwieriger und erforderteunumgänglich des Königs baldige Gegenwart.

Schon am 12. Juli hatte der österreichische General-Kriegs-Commissar, vom Hauptquartiere Münchengrätz aus,in einem Patente den Schlesiern deck landesmütterlichenSchutz der Kaiserin zugesichert und sie aufgefordert, dasHeer gegen Quittungen zu versorgen und sämmtliches inallen öffentlichen Kassen befindliche Geld dem Landescom-nnssar Sedlo v. Wrazcn anzuzeigen und abzuliefern'). Der! König verbot darauf streng, dem Folge zu leisten. Da-22. Juli

! gegen erklärte die Kaiserin selbst ihren Unterthanen in 21. Sept.

! Ober- und Niederschlesien und der Grafschaft Glatz, daßder König von Preuffen den Frieden und die Verträgegebrochen, was ihr das Recht gebe die von ihr abgetre-tenen Länder wieder zu erobern, weshalb sie den Schle-siern und Glatzern ohne Unterschied d«r Religion ihrenSchutz zusicherte, sie aufforderte ihrem Heere, welches strenge

1) Bei Stuhr l. S. 378.

2) Daselbst I. S. 236.

3) Kriegskanzlei 1757 Th. Hl. S. 157.