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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Vorrücken der Franzosen.

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zu täuschen. Als das Reichsheer und Soubise wieder aufGotha vorrückten, gingen sie bei der entschlossenen Haltungdes kühnen Seidlitz, der sie in Gotha überfiel, mit Hinter-lassung einer Anzahl von Gefangenen auf das falsche Ge-rücht, der König rücke heran, eilig wieder zurück.

Unterdessen war der österreichische General Haddik mit3100 Mann gegen Berlin vorgedrungen. Der König be-sorgte, daß dem eine stärkere österreichische Heeresabtheilungfolgen und auch die Schweden dahin vorrücken würden. Erließ Keith mit einer kleinen Heeresabtheilung an der Saalezurück und eilte von Naumburg über Torgau seiner Haupt-stadt zu Hülfe. Auch der Prinz Moritz von Dessau mußtein Eilmärschen Berlin zu retten suchen. Als. er in Groß- 17. Oct.Beeren angelangt war, erfuhr er, daß Haddik sich bereitswieder zurückgezogen hatte. Haddik war am 16. October vorBerlin erschienen. Der General Rochow, welcher die Oester-reicher für viel stärker hielt, als sie waren glaubte mit seinen7000 Mann die Stadt nicht halten zu können und that fastgar nichts, so eifrig die Bürger auch bereit.waren, sie zuvertheidigen. Nach kurzem Widerstande sprengten die Oester-reicher das schlesische Thor, der Commandant brachte dieKönigin und den Hof nach Spandau, die Besatzung räumtedie Stadt, welche sich ergab. Auf die Nachricht von derAnnäherung des Prinzen Moritz von Dessau begnügte sichHaddik mit 185,000 Thlrn. und zog noch an demselbenTage ab').

Der König war schon in Herzberg angekommen, wo ersich mit Idem von Berlin zurückkehrenden Prinzen Moritzvon Dessau vereinigen und nach Schlesien gehen wollte, umdem Herzoge von Bevern beizustehen. Dieser hatte sich vom19—27. September bei Liegnitz behauptet, hatte dann die Be-satzung von Schweidnitz durch drei Bataillone, die Besatzun-gen von Brieg, Glatz, Neisse und Cosel jede durch ein Ba-taillon verstärkt und sein Heer dadurch noch mehr geschwächt.

Dann nach einem Gefecht vom Herzoge Karl bedroht und

1) Neue Berliner Monatsschrift X. S. 115 von einem Augen-zeugen.

Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. V.

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