Friedrichs Muthlosigkeit.
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tigen Uebeln erliegt sieAuf dem Wege von der Obcr-lausitz nach Sachsen gegen die Reichsarmee, Ende August,sagte er zum Prinzen Heinrich: „Urtheilen Sie selbst, obich etwas Besseres thun kann, als mich so lange zu schla-gen, wie ich nur immer kann. Ich habe kein anderes Mittel.Ich sehe wohl, daß der Krieg sich seinem Ende naht, undbin daher in die Nothwcndigkcit versetzt mich so lange alsmöglich zu Haltens." Wie er später seine Lage überblickte,— Westfalen verloren, das hannoversche Heer bei Hastenbeckgeschlagen, bald durch den Vertrag von Kloster Seevcn außerThätigkeit gesetzt, der Weg nach Magdeburg den Franzosen,nach Berlin den Schweden, nach Wintcrfclds Tode auchSchlesien den Ocsterreichern offen, Preusscn mit 20,000Mann, die dann bei Groß-Jägcrndorf geschlagen und sehrgeschwächt worden waren, gegen 100,000 Russen nicht mehrzu vertheidigen, die Reichsarmee mit Soubise in Thüringen,der Versuch Unterhandlungen anzuknüpfen fehlgeschlagen,seine Feldherren, selbst sein Bruder Heinrich, entmuthigt'),
- Feinde ringsum — da glaubte er selbst nicht mehr, daß erseinem Untergänge werde entgehen können.
Der König zeigte daher in einer Epistel aus Er-furt dem Marquis d'Argens seinen festen Entschluß an,
- sich eher das Leben nehmen, als den Triumph seiner Feinde,I den er für sicher hielt, verherrlichen zu wollen. Es leuchteI ihm das Beispiel eines Cato und Brutus vor, — der Au-I gcnblick, wo Leben ein Verbrechen, Sterben Pflicht sei. Er
betrachtet den Tod als Zufluchtsort bei unausweichbaremSchiffbruche, glaubt nicht an die Unsterblichkeit der Seele,
1) Oeuvres 1. XIX. p.i 2) Hcnckel I. S. 283.
3) Daß dcr Prinz Heinrich im Oktober lieber gesehen, wenn derKönig eine Provinz (Schlesien! abgetreten und Friede gemacht hätte,bezeugt Henckel I. S. 319. Damit stimmt ein Schreiben des Königsan seinen Bruder vom 19. Octbr. überein, in welchem er ihm sagt:kvur la paix ii sst taciie äs äire gu'il ia taut tsire, mais il kautgu'on Is veuilie des äeux psrts; in Schönings Siebenjährigem Krieg I.S. 78.
23. Sept.