Mid die harten Felsen in fließende Brunnen wandelte— daß er durch den Schall der Posaune Jerichos un-überwindliche Mauern zusammenstürztc — und dieSonne stehen hieß an der Veste dcS Himmels — daßer mit einem Wörtlein das Leben zuruckrief aus der Ver-wesung, und die Todten wieder umholte aus ihrenGräbern: das war nur ein Geringes seiner Macht —und nur wie ein Spiel seines Ricsenarms. Hub nichtsein Arm eine ganze Welt auS dem Nichts empor, undgebot dem, das nicht war, daß cs seyn sollte — undsiehe, es ward? Hat nicht sein Arm den Orion ge-macht am Himmel, und die Bande des Siebengestirnszusammen gebunden? Und doch, was wir von seinerMacht gesehen — siehe, es ist nur ein Schatten der-selben; Er kann schaffen und machen, was er will,sagt die Schrift; Ihm ist gegeben alle Gewalt imHimmel und aus Erden. O — wer kann seines ArmesMacht und Starke ergründen? Sein Arm ist wie seinHerz — seine Macht wie seine Liebe. Wir haben da-von ein gering Wörtlein vernommen, wer aber willden Donner seiner Macht verstehen.
Und auf wen hat Er nun diese seine Liebe gerichtet,und wem kommt seine Macht zu gute? Gleich suchtsich, gleich findet sich — sagt der bekannte Spruch.Aber der Herr Jesus liebet nach einer andern Regel.Nicht als ob die Engel nur der Gegenstand seinerLiebe wären, und die Cherubinen: Er nimmt nirgenddie Engel an sich — sagt Paulus. Nicht als ob Er dieGerechten, die Tugendhaften, die Edlen, die Weisen,die Gewaltigen und Herrlichen nach dem Fleische unterden Menschenkindern aufspürte, sie in sein Herz zu