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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
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daß ist sein Zorn aber Gottlob! nur Zorn derLiebe: Seine Zärtlichkeit zürnet, daß wir eine Weilevon 2hm Massen konnten; daß Er eine Zeitlang dieFreude entbehren mußte, ganz und allein und un-gethcilt «ns zu besitzen; das schmerzt, das kranket Ihn das bringt seine Liebe auf; darum entbrannte seinEifer, und stürzte uns in die Hölle! In die Hölle?Ja der Herr führt auch die Seinen in die Höllezuweilen ; aber Gottlob ! Er führt auch wieder heraus.

IV.

Stark wie der Tod ist Jesu Liebe> fest wie dieHölle ist sein Eifer. Und ihre Gluth, singt Sulamithweiter, ist feurig und eine Flamme des Herrn; daßauch viele Wasser nicht mögen die Liebe auslöschcn,noch die Ströme sie ersäufen. Mit diesen letzten Wor-ten nun bezeichnet sie die Treue Jesu im Gegensatzgegen unsere Untreue. Mit unserer Bruderliebe, m.Br., hat es nicht viel auf sich und scy sie auchnoch so innig, noch so lauter; ach Gott! sic ist undbleibt mit Christi Liebe verglichen doch immernur ein glimmend Döchtlein, über das nicht vieleWasserfluthen hcreinbrcchen dürfen, Wenns nicht erlö-schen soll. Nur etwas Kälte, nur etwas Mangel anGegenliebe, nur einige Beleidigung und Untreue vonSeiten derer, die wir lieben, und unsere Liebe zuihnen ist erloschen wenigstens bis zum Erlöschenhcrabgcbrannt. Solche Ströme kann sie nicht ertragen.Und was ists mit unserer Liebe zum Herrn? Ach Gott!wenn der Herr nicht immer Ocl darauf gießt durch