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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
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Wir wollen die Worte näher betrachten. Mögeder Herr auch uns, so viel unserer einen offenen Munddafür haben, des süßen Wassers etwas in dieser Stundezu kosten geben, das in dem Brünnlein jener Stellereichlich quillet!

I. Ruhe unsere Betrachtung zuerst auf derTaube in den Felslöchern.

II. Und erwägen wir dann, was der Bräu-tigam will, wenn Er der Taube zuruft:Zeige mir deine Gestalt, laß mich hörendeine Stimme.

I.

Meine Taube redet der Herr die auserwählteSeele an. Er benennt sie öfter mit diesem süßen Na-men. Kapitel 5. spricht Er: Thue mir auf, liebeFreundinn, meine Taube und an einer andernStelle: Eine ist meine Taube, meine Fromme. Warumnun eine Taube? Etwa um des glänzenden Gefiederswillen der Gerechtigkeit Christi, das sie decket? Wiecs heisset Ps. 68: Wenn ihr zu Felde lieget, so glänztcs als der Taubcnflügel, die mit Silber überzogensind, und mit grünlichem Golde. Oder heißt sie so,wegen des sanften Geistes Jesu, der in ihr ist undwelcher auch sich selbst einmal in Gestalt einer Taubesichtbar dargestellt? Oder wird sie eine Taube genanntum ihres Auffahrens willen über die Welt, wie csbei Mose heißt: Ihr sollt oben schweben nnd nichtunten liegen? Freilich, dies alles gehört mit zu ihrer