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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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Ebal, und die wilden Fcncrflainmcn sind erloschenim Blute des Mittlers. Satan ist ein verschmitzterGeselle; aber er schleiche nur um den Felsen her undbrülle die Taube saßt er nicht er müßte dennden Felsen selbst verschlingen, darin sie wohnt. Undob ihre Liebe matt würde und ihr Glaube wie einglimmend Döchtlcin; ob ihr Eifer erkühlte, und ihrHerz trocken wäre, wie ein Sandfleck; sie sitzt dochwohl und sicher denn, Gottlob! ihr Glaube, ihrEifer, ihre Liebe, sind nicht ihr Lager; ihr festesSchloß und ihre Burg sind einzig die gebenedeitcnWunden Jesu Ehristi. In diesem Rahmen ist sie im-mer schön vor Gott in dieser Einfassung strahlt siezu jeder Stunde, wie elend sie auch sey als einegoldene Krone in des Herrn Hand. Und gesetzt, derEwige wollte sie verzehren wie fressend Feuer; in die-sem Pallast ist sic starker als Gottes Zorn, und über-windet den Ewigen in seinem Grimm. So ruf icheuch denn zu euch allen, mit Jeremias Worten:O ihr Einwohner Moabs; verlasset die Städte, undwohnet in den Felsen; und thut wie die Tauben, dieda nisten in den hohlen Löchern.

II.

Wir haben nun die Taube angeschaut in ihrersichern Wohnung, wie sie alles Eigene verlassend undan sich selbst verzagend, in die Fclskluft der VerdiensteEhristi sich geborgen hat. Höret nun auch die Stimmedes Bräutigams. Meine Taube, ruft Er, meineTaube in den Felslöchern, in den Steinritzen; zeige