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dürrer Sandfleck, und die geistliche Zunge uns amGaumen klebt. —
Da gcht's denn nun an's Klagen und Lamcntiren,da liegen wir am Boden und wissen nicht Rath nochTrost mehr, denn die Krücke, darauf wir uns lehn-ten, war nicht das Verdienst Christi, sondern unserGefühl, und diese Krücke ist nun zerbrochen. Und derGrund, darauf wir das Haus unserer Hoffnungenbauten, war nicht der Balken des Kreuzes, sondernvielmehr der lose Boden unseres eigenen Frommsepnsund unserer lebhaften Empfindungen, und wir findgewohnt, mehr auf uns zu scheu als auf den Gekreu-zigten, — und unser Trost war mehr unser Licbcs-gcsühl zum Herrn, als die Liebe des Herrn zu uns. —Darum haben wir aber auch nichts mehr von der gan-zen Hecksanstalt Christi, sobald einmal über das Blü-thcnfeld unserer Empfindungen und Gefühle ein Win-terfrost hereinbricht, und müssen dann klagen mit derBraut: ich habe den Herrn verloren. —
III.
Was begibt sich nun weiter in diesem Zustande derBeraubung und Verbannung, wenn der Herr den üp-pigen Frühling unseres Herzens, in kalten Winterverwandelte, und das Saitcnspiel in uns verstummte,und das sonst so aufgeregte, empfindungsvollc und se-lig gerührte Herz zu einem Sandflcck worden ist? —Wir sehcn's an der Braut. Da es Nacht in ihr wor-den war, da dachte sie: ich will aufstehcn und suchenden meine Seele liebt. — Ja wohl: »ich will — ich