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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
Seite
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II. Ihre Lieblichkeit und Schöne: Ich binlieblich, wie die Hütten Kedar, wie dieTeppiche Salomo. Und beherzigen end-l i ch

III. Die Erfahrung, deren sic erwähnt:Meiner Mutter Kinder zürnten mitmir, Sie haben mich zur Hüterin derWeinberge gesetzt. Aber meinen eigenenWeinberg habe ich nicht behütet,

I.

Ich bin schwarz! Spnderbares Bekenntnis!! DieBraut des Höchsten schwarz?! Wie doch im ReicheJesu alles so gerade wider die Vernunft und den na-türlichen Begriff anlauft. Da sollte man z. B. mei-nen, erst müsse man heilig werden, dann würde manbegnadigt so sey's in der Ordnung. Aber dieRegel dieses Reiches kehrts um und spricht: Erst be-gnadigt und dann geheiligt hinter drein. DieVernunft denkt, durch die Tugend zum Frieden somüsse der Weg gehn; aber die Gottes-Regel setzt denFrieden mit Gott voran, und läßt die Tugend folgenals Frucht des Friedens nicht den Frieden alsFrucht der Tugend, Die natürliche Weisheit stellt sichpor: erst müsse ein Mensch rechtschaffen werden, dannkomme er zum Bürgerrecht im Himmelreich; aber dieWeisheit Gottes hat den Sündern das Reich bcschic-dcn und zahlt das rechtschaffene Wesen zu denDingen, deren man nicht draussen, sondern erst in-nerhalb des Reiches theilhaftig werde. Die Verminst