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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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Dritte Predigt

Text:

Hohelied 1, 5. 6.

Ich bin schwarz aber gar lieblich, ihr Töch-ter Jerusalem: Wie die Hütten Kedar, wiedie Teppiche Salomo.

Sehet mich nicht an, daß ich so schwarz bindenn die Sonne hat mich verbrannt. MeinerMutter Kinder zürnten mit mir. Man hatmich zur Hüterin der Weinberge gesetzt. Abermeinen Weinberg, den ich hatte, habe ich nichtbehütet."

(§s sind Worte der Sulamith, der begnadigten Seele,die ihr so eben vernommen habt. Ein merkwürdigZcugnist, das sie von sich selber ablcgt. Sulamithbeschreibt sich selbst, wie sic aussieht nach Innen undnach Aussen; sie laßt uns ihre wahre Gestalt in einemtreuen wohlgetroffcnen Bilde schauen und erzähltuns zugleich im Fluge etwas Merkwürdiges aus derGeschichte ihres innern Lebens.

Wir wollen unsre Ohren weit auftbnn, und dieTiesen ihrer Worte zu ergründen suchen. Wir be-trachten

I. Sulamiths Dunkelheit und Schwarze:Ich bin schwarz die Sonne hat michschwarz gebrannt.