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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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alles auch gut und löblich; wer will eS leugnen?Doch siehe, ehe man's denkt und merket, ist einem daSeigene Herz mit seinen Bedürfnissen gar aus den Au-gen gerückt; der verborgene, heilvolle Umgang mitdem Herrn selbst ist unterbrochen, und hat Noch ge-litten, ja selbst das Verlangen darnach erstarb all--mählig, als hätte das Herz in dem äußeren Getreidesein volles Genüge gefunden und wenn man wiedersehend wird durch Gottes Erbarmen, muß man klagen,mit Sulamith: »Sie haben mich zur Hüterin derWeinberge gesetzt; aber meinen eigenen Weinberg Hab'ich nicht behütet.«

In dieser Weise also ists geschehen, daß auchSulamith ihres Weinbergs vergaß? Ich glaubenicht. Sulamith befand sich in einem andern Fall,und wie mich dünkt, in diesem. Die Sonne hatuns verbrannt, in dem Sinne ucmlich, da man sichder empfindlichen Gnaden beraubt, und aus dem seli-gen Zustand des Schauens, Schmeckens und Empfin-dens wieder in das Land, da es dürre ist und wüste,hinausgcstoßcn fühlt. Was die Liebe unseres Gottesin solchen, scheinbar harten Führungen der Gläubige»beabsichtige, das ist bekannt. Unsere Genossen merkendie Veränderung, die mit uns vorgcgangcn ist. Esgefällt ihnen nicht, daß unser Glanz so gar verblichen,und unsere Schöne so vergangen ist. Sie zürnenmit uns, und äußern gar Bcsorgniß, wir mögtenzurückgefallen seyn. Das kränkt uns tief das könnenwir nicht tragen und siche, was geschieht? Wirlegen Hand an, uns selber in den vorigen Standwieder hineinzuarbeiten. Da treten wir wieder heraus,