Sulamith gab nach, und dcr Herr ließ es geschehen.»Man hat mich zur Hüterin dcr Weinberge gesetzt.«
Was Sulamith erfuhr — erfuhr schon mancher, —bald in dieser, bald in jener Weise. Fragt ihr nachdem Wie? — Hört. Man ist ein Christ, man hat dcrWelt Valet gegeben, und lebt dem Herrn. Man isterleuchtet, crkenntnißreich, wird von den Brüdern fürtreu erachtet, für lauter, tüchtig und thatig, und dameint man uns denn bald hier bald dort gebrauchenzu können. Da heißt es hier: »Komm, predige uns«und dort »Komm, leite unsere Gesellschaft. « Da sollenwir uns bald dieser, bald jener Sache annehmen, jetztdieser, dann jener Arbeit uns unterziehen , und welcheAngelegenheiten alle cs seyn mögen, deren Verwaltunguns übertragen wird. — Und wie könnten wir denBitten der Brüder widerstehen, zumal, da sie auf dieBetreibung und Förderung göttlicher Sachen hinauö-laufcn. — Man sagt denn ja dazu; freilich oft mehrgetrieben von Fleisch und Blut, das ja so gerne hochseyn mag, als vom Geiste Christi. — Da treibt mansich denn nun vom Morgen bis zum Abend in heil'gerArbeit herum. Man ist so thätig, man weiß alles sowohl zu machen, so geschickt auszurichten, und manwird so gelobt und ermuntert von allen Seiten, daßes eine Freude ist. — Da hat man immer die Händevoll zu thun für das Reich des Herrn. Man predigt,man ermahnt, man legt den Brüdern die Schrift ans,und betet mit ihnen, man erzählt ihnen die Tagsgc-schichte des Reiches Gottes, man steht ihren Vereinenvor, und wie die heiligen Geschäfte alle heißen mögen,in denen man lebet und webet. Und an sich ist das