theils von der Sonnenhitze schwarz gebrannt, theilsaus schwarzen Ziegenfellen errichtet waren. Mit sol-cher Kcdarhütte vergleicht sich Sulainith — zunächstwieder im Blick auf ihre Schwärze; dann aber auchiu Bezug auf ihr Lagern in den Strahlen ihrer könig-lichen Sonne — uttd auf ihr Wandeln im Lichte Ja-kobs und vor dem Angesicht des Herrn. Vornämlichaber denkt sie dabei an den Artikel von »Christusin uns« — da sic bei den Teppichen Salomos viel-mehr den »Christus für uns« im Auge hatte.
Sulainith eine Kedarhütte, an sich schwarz, schlechtund unansehnlich, und von der Hitze verbrannt —ungcstalt vor ihren Augen und vor der Welt, undmit Elend umgeben um und um; aber schön und lieb-lich und hoch erhöht — als Wohnung des großen Hir-ten der Schaafc, des ewigen Morgensterns, der hieraus- und cingeht — der hier die Stätte seiner Ruhehat, den Schauplatz seiner Wunder, und seine Werkewürket. Christus hat in ihr Raum gewonnen, underweitert sich diesen Raum fort und fort. Der neueMensch in ihr, der da nach Oben ringt, und seufztund sehnt, der mit der Sünde zerfallen ist und siehaßt in jeder Gestalt, und sic verabscheuet — der daweint und trancrt über des Fleisches Schwachheit undVerderb.n, der sich in der Welt unheimlich fühltwie ein Fremdling, und an ihrem Wesen keinen Ge-fallen findet — der da liebt, lobt, singt undbetet — siche, der ist des Herrn Werk, nach seinemeigenen Bilde geschaffen. Und ohn Ermüden ist derHerr in ihr geschäftig durch seinen Geist, diese neueKreatur zu stärken, groß zu ziehen — und den alten