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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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Adam je mehr und mehr zu kränken, zu schwächenund zu tödtcn. Christus ist cs, der die Sulamith in-nerlich straft und tröstet, der ihr zuspricht und sie auf-richtet, der ihr heilsamen Schmerz schaffet und liebli-chen Frieden schenket, wie's gerade Noth thut. DarfSulamith also nicht sagen, sie sey eine liebliche Hütte,eine Wohnung des Herrn, ein Zelt, darin der Bräu-tigam aus- und eingehe? So steht sie da und hältdie Thür weit auf mit Flehn und Seufzen; und hierkann man in Wahrheit sagen: Siehe da, eine HütteGottes bei den Menschen! O Israel, wo ist so einherrliches Volk, zu welchem Götter also nahe sich thnn,als zn dir sich thut, der Herr unser Gott und Heiland.

Ich bin lieblich, wie die Hütten Kedar. Und dieseLieblichkeit besteht denn auch endlich darin, daß sienicht mehr wandelt, wohin sie will; sondern wie dieKcdarzelte von ihren Hirten also von ihrem KönigSalomo getragen, fortbewegt und hingcstellt wird,wohin cs Ihm und seiner Liebe wohlgefällt. Sie istnicht ihr eigen mehr sondern ihres getreuen Herrnund Heilandes, mit Leib und Seele, im Leben und imSterben. Sie weiß sich in seiner Hand, in seinemBusen und überlaßt sich gern an seine Führung,er mag ihr auf der fetten Weide, oder in der Wüsteihren Platz anweiscn. Und wie die Kedarcncr mitihren Hütten wanderten, und sie bald hie, bald dortaufschlugcn: so ist auch sie sich ihrer Frcmdlingschastwohl bewußt in dieser Welt, und weiß cs wohl mitFreuden, daß sic hier keine bleibende Stadt hat, son-dern suchet mit Sehnsucht die zukünftige und ge-denket mit froher Hoffnung an die Zeit, wo ihr König